Musical

The Wiz - Der Zauberer von Oz


Eigentlich ist dies die wohlbe­kannte Geschichte von der kleinen Dorothy, die mitsamt ihrem Farmhaus in einen Tornado gerissen wird und sich im Lande Oz wiederfindet – weit, weit weg von Kansas.

Ihre drei Freunde, die Vogelscheuche, den Blechmann und den feigen Löwen trifft sie auf ihrem Weg auf der Gelben Backsteinstraße in die Smaragdstadt. Dort, wo der Große Zauberer residiert, der ihr angeblich helfen kann, wieder nach Kansas zurückzukommen. Eigentlich also alles wie gehabt.

Aber The Wiz ist bunter, verrückter, schräger. Die Gute Hexe des Nordens heißt hier Addaperle und ist eine nette, wenn auch vergessliche Dame, „völlig durch den Wind“ und die schlechteste Zauberin der Welt. Wenn sie es mal fertigbringt, vor aller Augen in einer Dampfwolke zu verschwinden, dann ist sie selbst am meisten davon überrascht. Die Vogelscheuche spart fleißig für ein Gehirn­implantat, beim Blechmann hat der Klempner vergessen, ein Herz einzu­bauen, und der Löwe geht seit Jahren zu einer ziemlich teuren Eule, um seine pathologischen Angstzustände behandeln zu lassen. Mit diesem seltsamen Gespann wagt sich Dorothy zum geheimnisumwitterten Wiz, der ihr und ihren Freunden mit ein paar Wundern, die er doch bestimmt noch irgendwo herumliegen hat, helfen soll.

Der Wiz ist zunächst angetan, weil Dorothy mit dem Farmhaus punktgenau auf seiner Erzfeindin Evvamene, der Bösen Hexe des Ostens, gelandet ist.

Da ist sie doch genau die Richtige, um auch Evillene, ihres Zeichens Böse Hexe des Westens, den ­Garaus zu machen! Warum sich der Wiz schließlich ziemlich ­unrühmlich aus dem Staub macht, das versteht man am Ende, tja, vielleicht – wenn man viel Fan­tasie mitbringt.

The Wiz ist eine grandiose afroamerika­nische Adaption des Fantasyklassikers Der Zauberer von Oz mit Gospel-, Blues- und Soul-Musik im Motown-Stil. Das Musical eroberte in den siebziger Jahren den Broad­way im Sturm und gewann eine neue, afroamerikanische Zuschauerschaft fürs Musical­theater. Die hippe Pop-Interpre­tation des als etwas brav em­pfundenen Klassikers wurde allgemein bejubelt und in Star­besetzung verfilmt, unter anderem mit Michael Jackson als ­Vogelscheuche und Diana Ross als Dorothy.

Erstmals erhält nun das Landestheater Linz die Möglichkeit, eine deutschsprachige Fassung auf die Bühne zu bringen. Für die Inszenierung konnte die ­renommierte Regisseurin und Choreographin Kim Duddy (Ich war noch niemals in New York, The Sound of Music, Hinterm Horizont) gewonnen werden, die um das Linzer Musical­ensemble eine energie­geladene Truppe von Gastdarstellern geschart hat.

Buch von William F. Brown nach Frank L. Baums Der Zauberer von Oz

Zusätzliches Material von Tina Tippit, Musik und Songtexte von Charlie Smalls

Deutsch von Roman Hinze

Arrangements von Martin Gellner und Werner Stranka

Vokalarrangements von Kai Tietje

Deutschsprachige Erstaufführung

Dauer 2 Std. 40 min.


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