Jazz

The Tiptons Sax Quartet & Drums


Mit satten Saxofonsätzen, virtuosen Improvisationen und leidenschaftlichem Gesang wissen die vier Frauen aus Seattle und ihr Schlagzeuger seit ihrer Gründung 1988 als Billy Tipton Memorial Saxophone Quartet immer wieder zu begeistern. Der Bandname ist kürzer geworden, die Tourneen länger, der Spaß größer und die Konzertsäle sind meist ausverkauft.

Handfester New Orleans-Jazz gepaart mit Balkan-Grooves, südamerikanischen Rhythmen oder Klezmer-Anklängen, dabei immer viel Freiraum für Improvisationen: Für die Tiptons scheint es in der Musik keine Grenzen zu geben. Jedenfalls keine, die man nicht überschreiten dürfte.

Der von ihnen präsentierte Stilmix ist dabei aber nicht nur äußerst stimmig und authentisch, sondern ebenso überraschend und packend.

Das aktuelle Album „tiny little lower case“ (sowiesound) wurde in Mantova (I) aufgenommen. Als Gaststar ist auch Peppe Voltarelli auf zwei Songs zu hören. Das Produkt bietet einen unverwechselbaren Mix ureigener Kompositionen mit allen Facetten aus dem bunten Leben der vier Damen plus des Herrn am Schlagzeug.

Die Tiptons spielen und singen fesselnde, beseelte Konzerte, halten inspirierende Workshops für Menschen in jedem Alter, haben für die öffentlichen Linien in Seattle komponiert, und arbeiten stilübergreifend wie etwa im Studio mit Ne Zhdali (Russische Folk-Punk Band), als WorkshopleiterInnen und KomponistInnen mit dem 30-köpfigen Stiftschor Michaelbeuern (Österreich), steuerten Live Musik zu Shows der Pat Graney Dance Company bei und haben Musik zu zahlreichen Multimedia Produktionen komponiert.

Die Namensgebung der Band wurde durch das Leben und musikalische Wirken der Pianistin und Saxophonistin Dorothy Lucille Billy Tipton (1910-1989) inspiriert. Billy Tipton spielte in diversen Bigbands und Combos der 40iger und 50iger Jahre, Doch was niemand wusste oder bemerkte: Er war eine Frau. Große Überraschung allerseits und für das Frauenquartett ein Tribut an eine Musikerin, die eine männliche Identität annahm, um als Künstlerin durch jahrelange Travestie im von Männern dominierten Jazz Beachtung und Anerkennung zu finden.

Amy Denio: alto sax, clarinet & voice

Jessica Lurie: alto & tenor saxes, voice

Sue Orfield: tenor sax & voice

Tina Richerson: baritone sax & voice

Robert Kainar: drums & percussion


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