Alte Musik · Klassik

The Tallis Scholars


Das Responsorium „Loquebantur variis linguis“ von Thomas Tallis, entstanden noch vor der Abschaffung der katholischen Liturgie in England im Jahre 1558, bildet den pfingstlichen Auftakt zu einem A-cappella-Programm, das musikalisch in die Zeit von Shakespeares Romeo und Julia führt. Thomas Tallis ebenso wie John Sheppard und William Byrd gehörten dem Elisabethanischen Zeitalter an und schufen ihre Werke in den stürmischen Jahren der anglikanischen Reformation.
Berühmt als Schöpfer komplexer Chorwerke im polyphonen Stil der Vorreformation, erhielt Tallis gemeinsam mit William Byrd, mit dem er für den Organistendienst an der Chapel Royal verantwortlich zeichnete, von Königin Elisabeth I. von England das Privileg, über zwei Jahrzehnte lang allein Noten drucken und verkaufen zu dürfen. Das setzt uns in die glückliche Lage, deren Werke in authentischer Überlieferung zu besitzen.

Byrd genoss den Ruf eines „englischen Palestrina“, was ihm – dem glühenden Katholiken – erlaubte, unangefochten im protestantischen England zu wirken. Seine für die römisch-katholische Messe komponierten liturgischen Werke konnten seinerzeit wohl nur in aller Heimlichkeit im Rahmen von Privatgottesdiensten zur Aufführung gelangen. Dennoch beeinflusste der Schöpfer von Messen, Psalmen Motetten wie auch von Liedern, Sonetten und Instrumentalmusik für Gambenconsort oder Tasteninstrumente maßgeblich die Musik Englands, Deutschlands und der Niederlande.

THOMAS TALLIS • Loquebantur variis linguis
THOMAS TALLIS • Suscipe quaeso
WILLIAM BYRD • Ave verum
WILLIAM BYRD • Mass for four voices
JOHN SHEPPARD • Gaude, gaude, gaude
WILLIAM BYRD • Propers for All Saints
WILLIAM BYRD • Tribue domine


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