World Music

The Kurd has nothing but the Wind: S. Ammo/ P. Gabis


Diese sinnlichen Klänge der Bouzouk & Gabis Percussion und Obertongesang wurzeln im syrischen Kurdistan und man merkt ihnen das Leiden an - und die Lebensfreude. Konzert für & mit Menschen auf der Flucht.

„Ein melancholisches Meisterwerk, weit wie die Wüste, archaisch und schön.“ Andreas Bovelinko, Kurier
Die sinnlichen Klänge der Bouzouk (syrische Langhalslaute), die sachte von Peter Gabis' variantenreicher Percussion und teils Obertongesang begleitet werden, wurzeln im syrischen Kurdistan und man merkt ihnen das Leiden am tragödischen Schmerz an. Salah Ammo verfügt über eine Stimme mit begnadet klagendem Schmelz und muss im österreichischen Exil, das er sich nicht ausgesucht hat, ohnmächtig zusehen, dass nicht die Rebellen, sondern die kulturlosen IS-Milizen das Vakuum der zerfallenden Staaten Syrien und Irak nutzen können und das Morden und Vertreiben eine noch höhere Brutalitätsstufe erreicht. Man weiß um die Unterdrückung der Kurden, die keinen eigenen Staat haben und bewundert dann umso mehr Salah Ammo, der trotz all dem Schrecken eine Perspektive hat: »Die Freiheit kommt, wir sollten optimistisch sein.

Salah Ammo ist Kurde & aus Syrien. Vor einem Jahr ist er auf auf der Flucht in Wien gestrandet. Alles was er mitbrachte, waren seine Bouzouk (eine syrische Langhalslaute), seine Musik, viel Leidenschaft, viel Hoffnung & seine (auch musikalischen) Träume. Und ein Lächeln, das die Tostlosigkeit hinter sich gelassen hat.
Salah Ammo erzählt in seinen Kompositionen von den Sehnsüchten eines Menschen, der flüchten musste und eine neue Heimat fand.
Wenn man Salah Ammo fragt, warum er Musik macht, sagt er, dass er als Musiker geboren wurde.
Er erzählt mit leuchtenden Augen, wie er sein erstes Instrument, eine Tanbur, aus Karton und den Strängen seiner Fahrradbremse gebaut hat.
Und man will ihm glauben.
„Ich habe das Gefühl, dass all die Menschlichkeit eine Lüge ist“, heißt es in einem von Ammos Liedern.
Mit dem Rhythmus seines Lebens hätte sich auch der Rhythmus seiner Musik verändert, die nach seiner Ankunft in Österreich von Melancholie geprägt war.
Durch den Krieg hatte Salah Ammo alles verloren. Aber: er ist dabei, eine neue Heimat zu finden.
In Österreich, mitten in der Musik.


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