Pop / Rock

The Hunna


Flex

1010 Wien - Innere Stadt, Donaukanal/Abgang Augartenbrücke

Sa., 01.05.2021

19:00
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

„Enthemmt, jung und frei" sind The Hunna laut Pressetext ihrer Plattenfirma Warner, wie eine „Baumkrone unbeschwerter Indie-Klangästhetik" wird ihr Sound weiter recht blumig beschrieben.

Und in der Tat produziert das Londoner Alternative Rock-Quartett um Sänger/Gitarrist Ryan Potter, Leadgitarrist Dan Dorney, Bassist Jermaine Angin und Drummer Jack Metcalfe eine ziemlich unbeschwerte Mischung aus sonnigen Hymnen und Stadionrock, wie ihn junge britische Bands eben so produzieren, wenn sie sich dem allgemeinen Ruck Richtung elektronische Gefilde verweigern.

Von Hertfordshire ziehen die vier Herren jedenfalls aus, um nach Collegepartys und lokalen Pubs das gesamte Land für ihre Interpretation von Rock zu begeistern. Und siehe da: vielen Briten wie Festlandeuropäern läuft der mitreißende Rocksound ziemlich rein. Denn während sich die Musikindustrie längst EDM-Acts und Konsorten zugewandt hat, fühlten sich wohl nicht wenige Rockkids ihrer Indiedisco-Homebase beraubt. Was blieb, war Nostalgie für Zeiten, in denen der Two Door Cinema Club noch zur Speerspitze der UK-Musikexporte zählte. Als dann 2015 die Hunnas auftauchen, dürfte durch jene Reihen manch erleichtertes Seufzen gerauscht sein.

Von The Hunna mitgerissen wird aber auch Produzent Tim Larcombe (Lana del Rey). Mit ihm zimmerte die Band im Herbst 2015 die Debütsingle „Bonfires", die die Spotify-Charts auch außerhalb des Vereinigten Königreichs erklimmt. Das Quartett geht anschließend mit den Beachrockern Coasts auf Tour, um 2016 das Longplay-Debüt zu veröffentlichen. 2018 folgte mit „Dare“ der Nachfolger und für die anstehende Tour haben sie bereits ihren dritten Streich im Gepäck. „I’d Rather Die Than Let You In“ soll das Album heißen, das im Oktober erscheint und mit dem The Hunna einmal mehr ihre Stellung im zeitgenössischen Rock manifestieren wollen