Pop / Rock

The Hidden Cameras, Radiation City, Esteban’s und Serafyn


THE HIDDEN CAMERAS (TRIO, CAN)

Joel Gibb ist eine zeitgenössische Ikone. Seit 2001 existiert das an Mitgliedern variable Bandkollektiv The Hidden Cameras und spielt mit der Verknüpfung des konventionell Unverknüpfbaren. In den Kirchen Torontos inszenierte Gibb Feste im Spannungsfeld von Sexualität und Religion und etabliert sich dabei immer mehr zum ganzheitlichen Künstler.

Musikalisch wirkt Gibb wie ein feinfühliger Dirigent, der voller Eleganz eine Truppe leitet, die mit überaus intelligentem Songwriting gekonnt ausreizt wird. Queercore-Pop oder Gay Church Folk Music fallen als Genrebezeichnungen zu den Hidden Cameras - oder deskriptiver angesetzt: Synthie-Folk und Indie-Electro, minimal bis orchestral arrangiert und umrahmt von festlichen, fast sakralen Vocals eines überwältigenden Bandleaders.
RADIATION CITY (US)

Radiation City wurde 2009 in Portland, Oregon von drei Freunden gegründet. Im Februar 2011 veröffentlicht die Band ihre erste Platte „The Hands That Take You“ zunächst selbst auf Kassette. Nur ein paar Monate später entdeckt das in Portland beheimatete Plattenlabel Tender Loving Empire die Band und bringt ihre Platte auf nationaler Ebene heraus. Seit dieser ersten Veröffentlichung hat sich die Band um zwei Mitglieder erweitert, drei weitere Platten aufgenommen und mehrere Touren in den Staaten hinter sich gebracht - mit Genregrößen wie Unknown Mortal Orchestra, Thee Oh Sees oder als Highlight mit den Flaming Lips vor 10.000 Fans. Im Jahr 2012 erhielten sie die Auszeichnung Best New Band in Portland, Oregon und haben des weitern viel Lob von TIME, Rolling Stone, NPR geerntet. Nun treten sie ihre erste Tour in Europa an, welche die nächste wichtige Phase in ihrer Karriere markiert. Dabei präsentieren sie ihr aktuelles Album: „Animals In The Median“.
ESTEBAN'S (A)

Wie treffend, der Titel des dritten Esteban’s Studioalbums - hat sich doch so einiges verändert im Leben des 34-jährigen Musikers Christoph Jarmer. Naheliegend, dass der Nährboden seines neuen Werkes „Overthrown“ weitgehend der Bruch mit seinem „Mutterschiff“ Garish war. Der Wandel generell oder die Aufgabe der Neuordnung ist Thema auf Overthrown. Ob die Kluft zu Garish oder die Erfahrung des Vaterseins. Ob die Zähmung der Bestie oder die Pflege der Familie.

Schon am Stimmungsbild mancher Songs ist deren Inhalt förmlich greifbar. Neben all der musikalischen Stimmigkeit und der großen Dichte an Motiven muss Overthrown mit seiner ansteckend entspannten Unaufdringlichkeit, auch als Rückzugs- und Fluchtpunkt verstanden werden - In unserem von Schnelllebigkeit und Hektik geprägtem Alltag nicht bloß eine willkommene Abwechslung, sondern absolute Notwendigkeit. (Textauszug: Christoph Kranebitter)
SERAFYN (CH)

Serafyn, das „Internetwunder aus Basel“ (SRF Virus) ist um eine kleine Sensation reicher seit dem 18. März 2015. Mit ihrem Debut «Quantum leap» sind sie auf Platz 26 der offiziellen Schweizer Hitparade eingestiegen. «Quantum leap», zu Deutsch «Quantensprung», bedeutet soviel wie eine plötzliche große Veränderung oder Entwicklung - in diesem Fall wohl eher mit der ersten Veröffentlichung direkt in den Charts zu landen.Angefangen hat alles auf der Strasse.

Dort hat die fünfköpfige Folkpop-Combo zum ersten Mal die Laufkundschaft zum Stehen gebracht. Seit dieser straßenmusikalischen Europatour im Sommer 2013 spielten Serafyn so viele Konzerte wie möglich – ganz egal ob Hinterhof oder Festival. Vor allem via Soundcloud und Youtube rankt sich der Bekanntheitsgrad in ungeahnte Höhen. Inspiriert und beeinflusst durch Künstler wie Daughter, Feist oder Fink, nehmen dich Serafyn mit ihren gefühlvollen Stimmen umgeben von Cello, Kontrabass, Gitarre und Cajón mit auf eine Reise in einen Traum. Einen schönen, aber nachdenklichen Traum, wie sie die Welt sehen.


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