Klassik

The English Baroque Soloists & The Monteverdi Choir


Programm:

Claudio Monteverdi - Vespro della Beata Vergine, „Marienvesper“

Interpreten:

John Eliot Gardiner, Dirigent
Wolfgang Götz, Choreinstudierung Kinderchor
Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
The Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists

Die English Baroque Soloists gelten seit Jahrzehnten als eines der führenden Originalklang-Ensembles. Ihr Repertoire reicht von Monteverdi bis zu Mozart und Haydn und umfasst Kammerbesetzungen ebenso wie Symphonik und Oper. Unverkennbar ist ihr charakteristischer warmer, glasklar artikulierter Klang.

Regelmäßig treten die English Baroque Soloists zusammen mit dem Monteverdi Choir auf. Mit ihm unternahmen sie unter anderem im Jahr 2000 die aufsehenerregende Bach Cantata Pilgrimage, bei der alle Kirchenkantaten Bachs in ganz Europa aufgeführt wurden. Zuletzt bestritten beide Ensembles zusammen den „Bach Marathon“ in der Royal Albert Hall und produzierten die gemeinsamen Aufnahmen von Bachs Motetten (2011) und den Auferstehungskantaten (2012). Beide Aufnahmen eroberten in den Klassik-Verkaufslisten jeweils den Spitzenrang.

Das Ensemble tritt in Häusern von Weltgeltung auf, darunter die Mailänder Scala, das Concertgebouw Amsterdam und das Sydney Opera House. In den 1990er-Jahren führte es die sieben späten Opern und sämtliche späte Symphonien Mozarts sowie seine sämtlichen Klavierkonzerte auf. Unter dem Label „Soli Deo Gloria“, dem Eigenlabel des Monteverdi Choir, erschienen zuletzt Bachs Brandenburgische Konzerte und Mozarts Symphonien Nr. 39 & 41.
Zuletzt trat das Ensemble zusammen mit dem Monteverdi Choir in einer Reihe von Bach-Konzerten auf, unter anderem mit der Johannes-Passion, der h-Moll-Messe, dem Oster- und dem Auferstehungs-Oratorium und weiteren Werken.

2014 werden die English Baroque Soloists zunächst den Monteverdi Choir bei Konzerten in Cambridge, Versailles und Barcelona zur Feier von dessen 50-jährigem Jubiläum in Monteverdis Marienvesper begleiten; anschließend werden sie mit Händels Dixit Dominus bei verschiedenen Sommerfestivals zu hören sein.

„Die Religion ist wie ein Fluss, der durch viele Länder fließt. Jedes Land gibt diesem Fluss einen anderen Namen und beansprucht diesen womöglich auch noch für sich. Dabei ist der Fluss aber unabhängig von den Ländern und entspringt darüberhinaus auch einer Quelle.“

Diese Beschreibung des Sufi-Meisters Muzaffer Efendi ist nur eine von vielen Metaphern, mit denen im Sufismus darauf verwiesen wird, dass Religion nicht trennen, sondern vereinen soll.

Die Feier der Natur, des Menschen und des Göttlichen, der Höhepunkt eines jeden Sufi-Rituals, steht auch im Zentrum der aus christlicher Feder stammenden Werke der Ouverture spirituelle.

Sei es in Haydns die Entstehung der Welt schildernder Schöpfung zu Beginn, sei es in Bruckners Te Deum zum Abschluss der Ouverture spirituelle, in dem sich Himmel und Erde zum Gotteslob vereinen. Gleichsam ein neues Oratorium, ein instrumentales nämlich, hat Nikolaus Harnoncourt in den drei letzten Symphonien Mozarts entdeckt. Nach seiner intensiven Auseinandersetzung mit diesen Werken ist er überzeugt davon, dass sie aufgrund verschiedener Parameter in geradezu magischer Weise miteinander verbunden sind und in der Tonartenabfolge Es-Dur, g-Moll, C-Dur den Schicksalsweg eines Menschen widerspiegeln: einen Weg von feierlichem Ernst mit dramatischen Konflikten über Hoffnungslosigkeit bis zum geradezu triumphalen Halleluja. (Ronny Dietrich)

Disputationes im Rahmen der Ouverture spirituelle:

Wie in den vergangenen beiden Jahren begleitet das Herbert-Batliner-Europainstitut in Kooperation mit den Salzburger Festspielen die Ouverture spirituelle inhaltlich mit wissenschaftlichen Erörterungen und Diskussionen. Das Konzertprogramm mit dem Schwerpunkt Islam begleitend, werden bei den Disputationes Themen aufgegriffen, die sich mit den Fragen rund um den interkulturellen und interreligiösen Dialog auseinandersetzen.
Die Auftaktveranstaltung findet am 18. Juli 2014 statt. Es folgen drei Gesprächsrunden im Rahmen der Ouverture spirituelle.


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