Pop / Rock

The Beatdown


Walkin´ Proud“ eröffnet dem Hörer schnell, dass das sommerverliebte Trio um Alex Giguere eher mit MUSTARD PLUG als mit solchen für gedehnte Ohren Vorlieb nimmt: Mit akuten Geistesblitzen Richtung HEPCAT und Badehose setzt das größtenteils live eingespielte Album mit „Get It Started“ oder „No Man“ im Nu das Gemüt in Bewegung und robbt sich vorbei an Wolken und Winter – Richtung Insel-Soul und Rocksteady-Strand. „Leave Me“ hält dabei wie frühe SLACKERS am klassischen Reggae fest, „Back To Stay“ lehnt sich schwungvoll an die frühe englische Attitüde und stellt das nötige Besteck für die Heimathymne bereit: Offbeat, Chöre und Orgelarrangements mit motiviertem Puls pflegen THE BEATDOWN nach „Montreal“ auch in alle weiteren Songs ihres zweiten Albums ein. „The Other Side“ und „Long Road“ sind vor allem liebevoll produziert, aber trumpfen nicht auffällig mit Persönlichkeit oder Überqualitäten.

Der „Northern Soul“, der so wohl mit gravierender Hilfestellung einer ambitionierten Heizung im Québecer Proberaum entstanden sein muss, umgibt sich mit der 60´s-Energie und Gigueres mehr als auf den Leib geschneiderten Stimme – doch knüpft nur zögernd an das herzliche Potential zuvor genannter Referenzen an. Zu schnell verstummt der rohe Sound, der perfekt aus einer Garage inmitten des jamaikanischen Treibens schallen könnte – zu schnell verlieren sich die Melodien von „Reggae Dance“ und dem mit Melancholie und Mundharmonikaeinsatz beschließenden „Running Around“.


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