Literatur

Text-World–World-Text II


On the relationship between experiment, politics and literature

Programm:
10:00 – 16:00 Uhr - Vorträge & Diskussion
20:00 – 22:30 Uhr - Lesungen & Performances

Teilnehmer*innen:
Tom Bresemann | Eduard Escoffets | Gundi Feyrer | Max Höfler | Margret Kreidl | Barbi Markovic | Fiston Mwanza Mujila | Jörg Piringer | Ásta Fanney Sigurðardóttir | Clemens Schittko | Ulrich Schlotmann | Stefan Schmitzer | Christoph Szalay | trauma wien | Érica Zíngano | uvm

Zwischen Mai und Juni 2016 hat das Forum Stadtpark zusammen mit drei weiteren europäischen Literaturinstitutionen (Lettrétage – Berlin, Nuoren Voiman Liitto - Helsinki, Ideogramma – Nikosia) eine Lesetour mit mehr als 100 Autorinnen organisiert, die von Finnland bis nach Zypern führte und das Hauptziel hatte, die europäische Independent-Literaturszene stärker miteinander zu verknüpfen. Diese Lesetour machte auch im Forum Stadtpark Halt, wo dann das Symposium Text-World–World-Text stattfand. Dieses Jahr wird nun die zweite Ausgabe dieses Symposiums stattfinden. 15 internationale wie auch lokale Autorinnen werden untertags über die Rolle der Literatur in der heutigen Gesellschaft diskutieren und abends bei ihren Lesungen einen tiefen Einblick in die aktuellen Strömungen internationaler, experimenteller Literatur gewähren.

Internationale Größen wie der spanische Soundpoet Eduard Escoffets und isländische Literaturperformerin Ásta Fanney Sigurðardóttir treffen auf Fixgrößen im deutschsprachigen Raum wie die Bachmannteilnehmerin Barbi Markovic und den österreichischen Digitalpoeten Jörg Piringer und werden hierbei die durch die Umwälzungen der nahen Vergangenheit so dringlich gewordene Frage erörtern, welche Rolle der/die Autorin in der Gesellschaft spielen kann und soll. Insbesondere für experimentell arbeitende Autorinnen stellt sich die Frage, welche Rolle neue künstlerische Formen und Methoden in der Beziehung zwischen Literatur und Gesellschaft spielen. Können diese neuen Formen möglicherweise neues emanzipatorisches und Gesellschaft transformierendes Potential entwickeln? Kann die Literatur überhaupt ein Mittel der Emanzipation sein? Wie politisch kann Literatur überhaupt sein? Welchen Zwängen ist die Literaturproduktion unterworfen? Welche Strategien gibt es, um diese Zwänge und Limitierungen des Literaturbetriebs zu unterlaufen?

Die Vorträge und Diskussionen werden ebenso per Live-Stream übertragen, wie die Lesungen und Performances:
www.stream.mur.at/forum


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