Theater

Terror



Die Kammerspiele zeigen das Erfolgsstück rund um einen Flugzeugabschuss.

Stellen Sie sich vor, ein führerloser Zug rast auf fünf Gleisarbeiter zu. Sie könnten diesen Menschen das Leben retten, Sie müssen nur eine Weiche umstellen und den Zug auf ein Nebengleis umleiten – dort arbeitet auch jemand, allerdings nur ein einzelner Mann. Würden Sie den Zug umleiten? Dürften Sie den Zug umleiten?

Ferdinand von Schirachs Erfolgsstück Terror behandelt ein solches moralisches Dilemma in erschreckend aktueller Form: Ein Terrorist entführt ein Flugzeug mit 164 Menschen an Bord. Sein Ziel ist ein mit 70.000 Menschen vollbesetztes Fußballstadion. Kampfpilotin Lara Koch trifft entgegen ihrer Befehle eine Entscheidung: Sie schießt das Flugzeug ab und wählt somit "das kleinere Übel".

Doch gibt es "das kleinere Übel" überhaupt, wenn Menschen sterben? Darf man ein Menschenleben gegen ein anderes aufwiegen? Das Gesetz sagt nein, doch was sagt Ihr Gewissen? Gilt das Gesetz auch noch, wenn das Furchtbarste unabwendbar eintreten wird?
Die theoretische Versuchsanordnung wird für Sie real, wenn Sie als Geschworene am Ende über das Schicksal von Lara Koch entscheiden.

Ferdinand von Schirach wurde 1964 in München geboren. Er arbeitete 20 Jahre als Strafverteidiger. Mit seinem Debüt "Verbrechen" gelang ihm 2009 auf Anhieb der Durchbruch als literarischer Autor. "Terror" ist sein erstes Theaterstück.

Regie
Julian Pölsler
Bühnenbild
Walter Vogelweider
Kostüme
Ingrid Leibezeder

Dramaturgie
Cinja Kahl

Licht
Franz Henmüller

Vorsitzende
Julia Stemberger
Lara Koch, Angeklagte
Pauline Knof
Biegler, Verteidigerin
Martina Stilp-Scheifinger
Nelson, Staatsanwältin
Susa Meyer
Christine Lauterbach
Alexandra Krismer
Franzsika Meiser
Silvia Meisterle
Wachtmeisterin
Gioia Osthoff


Pressestimmen

  • Do., 20.12.2018

    19:30
  • Mo., 28.01.2019

    18:00
  • Fr., 01.02.2019

    19:30