Literatur

Terézia Mora - Die Liebe unter Aliens



Terézia Mora hat mit der Figur des Darius Kopp eine moderne Version des Orpheus geschaffen, der auf der Trauerreise seiner Eurydike so nahe wie möglich kommen will.

Ein Ausflug ans Meer soll ein junges Paar zusammenführen. Ein Nachtportier fühlt sich heimlich zu seiner Halbschwester hingezogen. Eine Unidozentin flieht vor einer gescheiterten Beziehung und vor der Auseinandersetzung mit sich selbst. Ein japanischer Professor verliebt sich in eine Göttin.

Kunstvoll erzählt Terézia Mora in „Die Liebe unter Aliens“ von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander finden wollen; Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen; Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit spürt Mora in diesen zehn Erzählungen Empfindungen nach, für die es keinen Auslass zu geben scheint, und erforscht die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

Terézia Mora, geb. 1971 in Sopron, Ungarn, lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den renommiertesten Übersetzerinnen aus dem Ungarischen. Zuletzt erschienen ihr Roman „Das Ungeheuer“ (2013, Luchterhand Verlag), für den sie den Deutschen Buchpreis 2013 erhielt, die Frankfurter Poetikvorlesungen „Nicht sterben“ (Luchterhand, 2015) und die Salzburger Stefan-Zweig-Poetikvorlesungen „Der geheime Text“ (Sonderzahl, 2016).

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