Klassik

Tenores di Bitti


In markerschütternden Klängen besingen die vier „Tenores di Bitti“ das Leiden Christi und die Freude des Osterfestes. Die Stimmkünstler aus Sardinien, die sich nach dem Dichter Mialinu Pira benannten, sind weltweit gefeierte Botschafter ihrer Heimat, wo bis heute jedes Dorf seine eigenen Osterbräuche hegt.

Archaisch ist ein zu schwaches Wort, um ihren Gesang zu beschreiben. Die Stimme heißt auf Sardisch bis heute schlicht „Oche“. Wann immer ein Sänger seine „Oche“ erschallen lässt, wird er von drei weiteren Männerstimmen begleitet: Die „Mesu Oche“ imitiert das Wehen des Windes und den Klang der Ziegenglocken. „Contra“ und „Basso“ tönen so guttural, wie man es sonst nur von den Mongolen oder Tuva kennt. Und danach gibt es Torta Pasqualina, eine regionale Osterpastete.

Die Tenores di Bitti „Mialinu Pira“ kommen aus dem Zentrum Sardiniens und nehmen unter den zahlreichen Gruppen der Insel einen besonderen Platz ein. Da ihre Lieder in dem typisch gutturalen Klang so einzigartig sind, wurden sie von der UNESCO zu „Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ erklärt. Die Sänger, die die jahrtausendealten musikalischen Traditionen ihrer Heimat zudem genau erforschen, werden nicht nur in Sardinien gefeiert, sondern treten auch in aller Welt auf.

Tenores di Bitti „Mialinu Pira“:
Omar Bandinu, Oche e Mesu Oche
Marco Serra, Oche e Mesu Oche
Bachisio Pira, Bassu
Arcangelo Pittudu, Contra

Info-Website: styriarte.com


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