Tanz · Theater

tanz ist Festival: Ima Iduozee, Tomáš Danielis, Samuel Lefeuvre


Ima Iduozee (FI) - This Is The Title (Österreichpremiere)

Unsere Entscheidungen inmitten allgegenwärtiger Normen und selbstauferlegten Grenzlinien… Das virtuose Solo des finnischen Tänzers und Choreografen Ima Iduozee ist ein Dialog zwischen dem Tänzer und der Oberfläche, die in trägt. Fließende Bewegungen voller Energie und Anmut durchströmen den Körper, der die Grenzen seines zur Verfügung stehenden Raumes auslotet.

Die künstlerischen Wurzeln von Ima Iduozee liegen im Breakdance und anderen Formen des Urban-Dance. Nach einigen Jahren von Gastspielen und Battles in Finnland und dem Ausland (Schweiz, Norwegen, Polen, Südkorea usw.) wandte er sich immer mehr dem Theater, zeitgenössischen Tanz und der Performancekunst zu. Seit 2009 arbeitete er mit verschiedenen Choreografen zusammen, darunter Arja Tiili, Sebastien Ramirez, Sonya Lindfors und Tero Saarinen. This Is The Title ist sein Solo-Debut und wurde 2012 in Helsinki uraufgeführt. Es fand sowohl bei den Kritikern als auch beim Publikum großen Anklang. Dauer ca. 25 Min.

Tomáš Danielis (SK/A) - Suites (Österreichpremiere)

Der in Österreich lebende Tänzer und Choreograf mit slowakischen Wurzeln geht in seinem Solo grundlegenden Fragen zur Kunstform Tanz nach: Ist Tanz in seiner reinen Form noch gültig? Sagt diese Form überhaupt noch etwas über uns Menschen aus? Sind wir noch fähig tief im Inneren von der Einfachheit des Seins und Handelns berührt zu werden? Welchen Wert hat Tanz heute? Sind wir noch interessiert an etwas Unvorhersehbarem, das im Voraus weder zeitlich eingeordnet noch bewertet werden kann? Ist Tanz als eine Form von tiefgründiger künstlerischer Kommunikation noch lebendig? Dauer ca. 25 Min.

Samuel Lefeuvre (F/B) - monoLOG (Österreichpremiere)

Der Performer als Medium zwischen dem Publikum und den dunklen Mächten, die es nicht alleine erreichen kann…
Inspiriert von der Figur der Log Lady in David Lynchs Fernsehserie Twin Peaks transferiert Samuel Lefeuvre dieses moderne Orakel auf die Bühne. Der Kampf mit den eigenen Obsessionen und den Erwartungen der Öffentlichkeit führt zu einem Trancezustand, in dem die umgebenden Kräfte den Körper des Mediums bis zum Bruchpunkt winden und verbiegen.

Nach seinem Tanztraining in Caen und am CNDC in Angers, arbeitete Samuel mit Michele Anne De Mey und Les Ballets C de la B (Wolf von Alain Patel und La Mancha, Patchagonia und Primero/Erscht von Lisi Estradas). Während der Entstehung von Wolf lernte er Franck Chartier und Gabriela Carrizo kennen, die ihn zu den Kreationen Le Salon und Le Sous-Sol des Peeping Tom Kollektivs einluden. Seit 2007 kollaboriert er mit der Musikerin Raphaëlle Latini, mit der er das Kollektiv ENTORSE gründete. Gleichzeitig arbeitet er regelmäßig mit der Regisseurin Julie Bérès und entwickelt seine eigenen Stücke innerhalb der Kompanie LOG, die er mit Florencia Demestri gründete. Dauer ca. 15 Min.


Vergangene Termine