Oper

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg


Ähnlich wie bei späteren Werken bediente sich Wagner unterschiedlicher Quellen. Elemente und Figuren aus dem Reich der Sage verband er mit Ereignissen und Personen aus der Historie und schuf unter Auslotung der dramatischen Wirkungsmöglichkeiten eine eindringliche Opernhandlung.

Hin- und hergerissen zwischen zwei Welten – so fühlt sich Tannhäuser. Umgarnt von der Liebesgöttin Venus sehnt er sich zurück nach seiner Heimat. Doch unter den Minnesängern auf der Wartburg fühlt er sich ebenso fremd. Deren Einstellung zur Liebe als heiliges Ideal der Anbetung und Tugend ruft Tannhäusers Spott hervor. Er kann nur im sinnlichen Genuss das wahre Wesen der Liebe erkennen. Sein Lobgesang auf den Venusberg wirkt auf die Anwesenden wie ein Schock – insbesondere auf Elisabeth, die ihr Herz an Tannhäuser verloren hat. Trotz ihres Schmerzes bittet sie darum, ihm die Möglichkeit zur Buße zu gewähren. Tannhäusers Pilgerreise nach Rom endet mit der bitteren Erfahrung, dass ihm die Vergebung verweigert wird. Diese wird ihm erst zuteil, als Elisabeth ihr Leben für ihn hingibt.

Der 1845 an der Dresdner Hofoper uraufgeführte und mehrfach überarbeitete Tannhäuser ist ein weiterer Schritt des Komponisten auf seinem Weg zum Musikdrama. Im durchkomponierten Ablauf sind noch einzelne Nummern erkennbar. In Tannhäusers „Rom-Erzählung“ jedoch ist bereits der spätere melodisch-deklamatorische Gesang vorgezeichnet, der durch die Motivarbeit des Orchesters eine tiefergehende inhaltliche Ausdeutung erfährt.

Romantische Oper von Richard Wagner . Dichtung vom Komponisten

Musikalische Leitung Francesco Angelico

Regie Johannes Reitmeier

Bühne Thomas Dörfler

Kostüme Antje Adamson


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