Oper

Tamerlano


In Tamerlano – 1724 am King’s Theatre in London uraufgeführt – stehen sich der skrupellose Tartarenfürst und der unbeugsame Sultan Bajazet als Kontrahenten gegenüber. Der (historische) Machtkampf und der Sieg Tamerlans über den Osmanen war ein beliebtes Sujet in Literatur und Theater. In Georg Friedrich Händels Version mit einem Libretto von Nicola Francesco Haym geht der Konflikt jedoch auf privater Ebene weiter.

Tamerlano verlangt die Tochter seines Gefangenen Bajazet, Asteria, zur Frau. Doch der auf dem Schlachtfeld so erfolgreiche Held muss sich sein Scheitern in dieser Angelegenheit eingestehen.

Es ist nicht Tamerlano, sondern der komplexe Charakter Bajazets – zwischen seinem Stolz als gefangener Herrscher und als Vater hin- und hergerissen –, der das Geschehen dominiert und diese Oper Händels so außergewöhnlich macht. Die Sterbeszene nach seinem Selbstmord gehört zu den dramatischsten Momenten, die Händel geschrieben hat. Wie es scheint, hat er damit bereits die Sterbeszenen der Opern Bellinis und Donizettis um mehr als hundert Jahre vorweggenommen.

Dramma per musica in drei Akten (1724)

Musik von Georg Friedrich Händel
Libretto von Nicola Francesco Haym nach Jacques Pradons "Tamerlano ou la mort de Bajazet" (1675)

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

Besetzung:

Musikalische Leitung Maxim Emelyanichev
Tamerlano Xavier Sabata
Bajazet John Mark Ainsley
Asteria Sophie Karthäuser
Andronico Max Emanuel Cencič
Irene Ruxandra Donose
Leone Pavel Kudinov
Orchester Il pomo d´oro


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