Oper

Tahrir


Der titelgebende Ort des Geschehens ist der Tahrirplatz in Kairo, Zentrum der ägyptischen Revolution schlechthin; im Mittelpunkt der Handlung stehen ein Politiker, seine junge Frau, eine selbstbestimmte Revolutionärin sowie ihr Sohn. Hossam Mahmoud betrachtet darüber hinaus die öffentliche, politische und mediale Wahrnehmung des Geschehens in Ägypten und in Europa.

In der Spielzeit 2012/2013 stellte der in Salzburg lebende ägyptische Komponist Hossam Mahmoud, der als Auszeichnung für sein bisheriges kompositorisches Gesamtwerk mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg 2013 ausgezeichnet wurde, am Landestheater seine Kammeroper »18 Tage.....« vor. Er verlieh in diesem Werk den revolutionären Ereignissen in seinem Heimatland eine dichterische und musikalische Sprache; die Oper wurde stellvertretend für den damaligen Spielzeitgedanken »Das Schweigen brechen«. Die 18 Tage im Titel des Werkes standen für den Beginn der Veränderung, die fünf Punkte verwiesen auf deren längst nicht abgeschlossenen Prozess. Die Revolution geht weiter. Im Auftrag des Salzburger Landestheaters setzt sich Mahmoud nun gleichermaßen poetisch wie politisch mit der »Kunst der Veränderung« in seiner Heimat auseinander. Musikdirektorin Mirga Gražinytė-Tyla hat die Erarbeitung des musikalischen Dramas zur Chefsache gemacht; die türkische Regisseurin Yekta Kara setzt die Oper um die aktuellen Ereignisse der Revolution und den Wunsch nach Selbstbestimmung eines Volkes in Szene.

Ein Fest für die Freiheit \ Oper von Hossam Mahmoud

Besetzung:

Musikalische Leitung Mirga Gražinyte-Tyla

Inszenierung Yekta Kara

Ausstattung Christian Floeren

Chorein­studierung Stefan Müller

Dramaturgie Friederike Bernau

Mutter Frances Pappas

Sohn Ilker Arcayürek

Sahr Laura Nicorescu

Mann Giulio Alvise Caselli

Moderatorin Beatrix Doderer

Chor Chor und Extrachor des Salzburger Landestheaters

Orchester Mozarteumorchester Salzburg


Vergangene Termine