Vortrag · Kunstausstellung · Film

Tagung – Die Darstellung der Roma in Museen und Ausstellungen


Teppich knüpfend, Kessel flickend, Hand lesend, Holz schnitzend – so kennen wir die Roma von Fotos oder Gemälden. Das Bild des „Zigeuners“ ist ein fest verankertes Klischee. In Museen und Ausstellungen wird in den letzten Jahren verstärkt versucht, ein anderes Bild von Roma und Sinit zu vermitteln, nämlich eines, das den Lebensrealitäten entspricht.

Im Gespräch wird kritisch hinterfragt, inwieweit das gelingt: Wie die Kultur der Roma, die Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus, die Marginalisierung und die Diskriminierung seit 1945, die sich zusehends verschlechternde Lebenssituation von Roma in vielen EU-Staaten dargestellt werden. Welche Mythen werden weiterhin tradiert? Welche Bilder werden gefestigt? Inwieweit werden Roma selbst in Ausstellungs- und Museumsarbeit miteinbezogen? Wie sehen Roma die Darstellungen und Interpretationen ihrer Geschichte und Lebenswelten?

Zugleich werden einige Best-practise-Beispiele vorgestellt und darüber diskutiert, welche Darstellungskonzepte und -formen einer zeitgemäßen Betrachtung der Roma und ihrer Geschichte und Gegenwart entsprechen.

19:00 Uhr: Apropo Roma – Helge Lindau
Ausstellung und Film zum
internationalen Romatag

1962 wird Helge Lindau in Wernigerode (Deutschland) geboren. Seit mehreren Jahren lebt der Journalist, Fotograf und Dokumentarfilmer nun schon in Hannover. 1988 fotografiert er das erste Mal Roma in Rumänien und Ungarn. Es folgten zahlreiche Touren nach Rumänien, Ungarn, Jugoslawien, Slowakei, Bulgarien und Moldawien. Das Resultat sind zahlreiche Fotos sowie drei Dokumentarfilme von bzw. über Roma.

Im Anschluss an einen der Filme von Helge Lindau wird um 20:00 Uhr eine Ausstellung mit ausgewählten Fotografien des Künstlers eröffnet.

Internationaler Romatag 2014 Internacijonali Romengero Di 2014


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