Klassik

Symphonieorchester Vorarlberg - Abschiedskonzert David Pountney


Besser als mit Mozarts Der Schauspieldirektor kann sich Intendant David Pountney wohl nicht von den Bregenzer Festspielen verabschieden.

Gérard Korsten am Pult des Symphonieorchesters Vorarlberg macht das Wiener Singspiel von 1786 zum Höhepunkt eines dem Festspielleiter gewidmeten Abschiedskonzerts.

Die im Stück geschilderten Rivalitäten zwischen Sängern und Schauspielern sowie die ständig bedrohte Finanzierung ihres Projektes, spiegeln die Sorgen und Nöte von Theaterdirektoren damals wie heute.

Im Schlussgesang sprechen sich die Künstler von jeglichem Konkurrenzdenken frei und lassen nur das Publikum über ihre Qualitäten entscheiden – ein allzu schönes Wunschdenken. Mozart und sein Librettist Johann Gottlieb Stephanie kannten sich hinter den Kulissen bestens aus und parodierten liebevoll-ironisch das dort herrschende Treiben.

Schmissig ergänzt wird das Festkonzert von Auszügen aus Musical-Opern des amerikanischen Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein. Die Candide-Ouvertüre und die Sinfonischen Tänze aus dem Welterfolg West Side Story verbreiten sofort gute Laune. Im Jahr 2004 begann seine Intendanz mit der Wiederaufnahme von West Side Story auf der Seebühne. Auch hier schließt sich also ein Kreis. Ein rhythmisch-melodisches Feuerwerk und keine Abschiedsträne soll die Ära David Pountney beschließen.

Dirigent: Gérard Korsten
Mit: Hanna Herfurtner, David Pountney, Arnold Rawls, Paul Schweinester, Tatiana Serjan, Magdalena Anna Hofmann, Markus Brück u. v. a.

Programm:

L. Bernstein: Ouvertüre aus Candide
L. Bernstein: Symphonic Dances aus West Side Story
W. A. Mozart: Der Schauspieldirektor

Dauer: 2 Stunden, inkl. Pause

Einführungsvortrag jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Festspielhaus, Preis: 7,00 Euro.


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