Klassik

Symphonieorchester Vorarlberg


Programm:

Gerhard Schedl – Fünf Intermezzi aus “Glaube, Liebe, Hoffnung”

Witold Lutoslawski – Konzert für Orchester

Anton Bruckner – Symphonie Nr. 1 c-moll

“Das Herz will ich treffen.” Dies war das Motto des tragisch früh aus dem Leben geschiedenen Wiener Kompo­nisten Gerhard Schedl. In der Tradition der Zweiten Wiener Schule hat er einen von starker Expressivität und Ausdruckswillen bestimmten Stil gefunden. Seine Oper “Glaube Liebe Hoffnung” nach dem berührenden Theater­stück Odön von Horvaths über die “kleinen Leut” war 1993 ein viel beachteter Erfolg am Salzburger Landestheater. Die 5 Intermezzi aus dieser Oper fassen das Geschehen in symphonischer Weise zusammen. Dies ist Musik, die modern in ihrer Textur ist, aber Musik, die direkt ins Herz trifft.

Gérard Korsten widmet sich in der Folge zwei “Jugendwerken”, die dennoch schon die ganze Originalität und Größe ihrer Schöpfer beinhalten. Witold Lutosławski, Polens großer Komponist des 20. Jahrhundert, hat in seinem “Konzert für Orchester” 1954 zum letzten Mal auf polnische, genauer gesagt auf masurische Folklore zurück gegriffen. Die Farben des spätromantisch, jedoch mit Klavier und verstärktem Schlagzeug besetzten Orchesters führen mitunter schon in neue Klangwelten. Das Stück wurde mittlerweile zum Standardwerk großer Orchester. Es ist erfüllt von Rückschau, Abschied und Aufbruch.

Anton Bruckners 1. Symphonie, 1868 noch in Linz uraufgeführt, ist seine erste Symphonie, die er auch selber anerkannte – in Wirklichkeit ist es die dritte. Als das “kecke Beserl”, was eigentlich in Bruckners Dialekt “freches Frauenzimmer” bedeutet, hat er sie bezeichnet. “So kühn und keck bin ich nie mehr gewesen, ich komponierte eben wie ein verliebter Narr”, meinte der Komponist. Das Stück ist voll harmonischer Kühnheit und kecker Tanzlust.


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