Klassik

Symphonieorchester Vorarlberg


Chefdirigent Gérard Korsten leitet das glanzvolle Eröffnungskonzert der Saison. Der russische Geiger Ilya Gringolts zählt zu den großen Virtuosen unserer Zeit und überzeugt mit brillantem Spiel und sensibler Interpretation.

Das Violinkonzert von Johannes Brahms ist ihm ein besonderes Anliegen. Am Vorbild Beethovens geschult, zieht Brahms alle Register motivischer Feinarbeit und lässt dem Solisten ebenso sein Recht wie dem Orchester, ja schreibt einfühlsame Dialoge. Die melodische Kraft der Themen im Wechsel von zupackender Dramatik und inniger Lyrik ist bezwingend. Das Stück ist wahrlich ein »Jahrhundertkonzert« und ein Höhepunkt der großen Romantik.

Johannes Brahms war der wesentliche Herausgeber der ersten Schubert-Gesamtausgabe. Franz Schubert, der erste und größte aller romantischen Komponisten, hat seine »Große   C-Dur-Symphonie« zu Lebzeiten nicht gehört. Erst zehn Jahre nach dem Tod des Komponisten entdeckte sie Robert Schumann in Wien und war sofort begeistert von den »himmlischen Längen«, ja er schrieb von einem »Roman in vier Sätzen«. Seit der von Felix Mendelssohn Bartholdy 1839 dirigierten Uraufführung in Leipzig gehört das Werk zu den Kronjuwelen der abendländischen Musik und wirkt auch heute noch zeitlos, ja modern in seinen emotionalen Anforderungen an die Interpreten und an das Publikum.

Was Brahms einmal geschrieben hat, passt wunderbar auch zu Schuberts gewaltiger Symphonie: »Tief innen im Menschen spricht und treibt oft etwas, uns fast unbewusst, und das mag wohl bisweilen als Gedicht oder als Musik ertönen…« Aus den Tiefen des menschlichen Herzens sind beider Werke entsprungen, so meisterhaft die harmonische Kunst beider Tondichter auch sein mag. Denn, so Schubert, »wer die Musik liebt, kann nie ganz unglücklich werden.«

Programm:

Johannes Brahms – Violinkonzert D-Dur op. 77
Franz Schubert – Symphonie Nr. 8 »Große C-Dur« D 944


Vergangene Termine