Klassik

Symphonieorchester Vorarlberg


Der Schwede Ola Rudner gehört zu jenen erfolgreichen Dirigenten, die als Konzertmeister der Camerata in Salzburg durch die Schule des unvergesslichen Sándor Végh gegangen sind. Der Brite Allan Clayton ist einer der führenden Tenorlyriker unserer Zeit. Der Österreicher Johannes Hinterholzer war Solohornist in Salzburg und ist nun ordentlicher Professor an der Hochschule für Musik in München.

Alle drei sind auf den Konzertpodien der Welt daheim und musizieren gemeinsam mit dem SOV eines der zauberhaftesten Werke der klassischen Moderne. Benjamin Brittens Serenade nach großer englischer Lyrik kreist um die ewigen Themen Natur, Tod und Erlösung. Musik der leisen, eindringlichen Töne bietet auch die feinsinnige, betörend schöne Kammersinfonie von Franz Schreker, eines der wenigen Instrumentalwerke des in den letzten Jahrzehnten neu entdeckten, österreichischen Komponisten, der zu den Meistern des expressionistischen Musiktheaters gehört.

Ludwig van Beethovens Vierte Symphonie ist kein Klang gewordenes Heldenleben wie die Dritte, die populäre »Eroica«. Da auch kein Schicksal an die Pforten pocht wie in der Fünften, keine Gewitter dräuen wie in der pastoralen Sechsten und schon gar nicht die Herrlichkeit der ewigen Verbrüderung aller Menschen beschworen wird wie in der Neunten, mangelt es ihr ein wenig am auch in der Kunst seit eh und je hilfreichen Werbeeffekt. Ein Kritiker anno 1806 befand: »Beethoven hat eine neue Symphonie geschrieben, die höchstens seinen wütenden Verehrern gefallen hat.« Der neuen Musik ist es also auch damals nicht immer gut gegangen. Tatsache ist, dass das Adagio dieser Symphonie zum Schatz musikalischer Poesie gehört und dass der »Titan« Beethoven gerade in diesem Werk immer wieder seinen ziemlich bärbeißigen Humor aufblitzen lässt. Alles löst sich im Finale, einem wirbelnd virtuosen Prunkstück für jedes Orchester.

Programm:

Franz Schreker | Kammersinfonie für 23 Soloinstrumente
Benjamin Britten | Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester op. 31
Ludwig van Beethoven | Symphonie Nr. 4 in B-Dur op. 60


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