Kunstausstellung

Sylvia Schedelbauer - Collected Works 2004–2018


Diese Ausstellung präsentiert eine großformatige, umfassende Passage durch Schedelbauers gesamtes Oevre und führt uns von ihrer jüngsten Arbeit, Wunschbrunnen, 2018, zurück zu ihrem ersten Werk Erinnerungen, 2004.

Sylvia Schedelbauer macht experimentelle Filme, die von autobiografischen Dokumentationen hin zu viszeralen Erkundungen imaginärer Szenarien reichen.

Im Laufe der Jahre hat Schedelbauer ihre eigene, einzigartig strukturelle Filmsprache entwickelt mit der sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität, Erinnerung und Geschichtsschreibung auslotet, und identitäre Fragen der kulturellen Dislokation sowie Transnationalität erkundet. Sie verwendet dabei narrative Techniken wie Traumlogik, Biografie, allegorische Collage, freie Assoziation und offene Erzählkunst, die den Zuschauer in einnehmende sensorische Erfahrungen tauchen. Die neueren Flickerarbeiten erweitern das Potential von Found Footage. Es sind Einzelbildanimationen, an deren Fertigstellung Schedelbauer oft Jahre arbeitet. In ihrer Arbeit mit Orphan Film – alte Lehr-, Industrie-, Amateur-, und Familienfilme sowie Wochenschauen aus Archiven oder persönlichen Sammlungen – manipuliert Schedelbauer Bilder, um sie cineastisch neu zusammenzusetzen. Auf diese Weise “bewohnt” sie existierendes Filmmaterial, mit dem sie eigene Geschichten (re)konstruiert, die stets neue Versionen einer Erzählung erzeugen.

Das Ausstellungsheft wird einen neu beauftragter Text von der in Dublin lebenden Filmemaacherin, Kuratorin und Kodirektorin von aemi, Alice Butler, beinhalten.


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