Theater

Supergute Tage


Marc Haddons Jugendroman „The Curious Incident of the Dog in the Night-Time” erschien 2003 und eroberte auf Anhieb die europäischen Bestsellerlisten. Simon Stephens, derzeit einer Englands führender Dramatiker, machte daraus ein berührendes Stück über Neugier, Mut und die wunderbare Chance, unsere Welt mit anderen Augen zu sehen.

Supergute Tage sind für Christopher die Tage, an denen er fünf rote Autos hintereinander sieht. Am liebsten isst er Erdbeer-Eis, natürlich weil es rot ist. Christopher ist fünfzehn Jahre, drei Monate und zwei Tage alt und hat das Asperger-Syndrom; fremde Situationen und Menschen machen ihm Angst, dafür kennt er alle Primzahlen bis 7507 und die Hauptstädte aller Länder dieser Welt. Er lebt allein bei seinem Vater, der kümmert sich um alles. Denn Mutter ist tot, gestorben an einem Herzinfarkt. Zumindest hat man ihm das so erzählt.

Eines Morgens findet Christopher Wellington tot im Garten. Eine Mistgabel hat seiner hechelnden Existenz ein jähes Ende bereitet. Doch wer hat den armen Nachbarshund erstochen? Der Polizist, der nach zwölfeinhalb Minuten des Weges kommt, denkt, das war Christopher. Und der macht sich auch gleich verdächtig. Weil er sich nicht gerne berühren lässt, schlägt er auf den Polizisten ein. Und jetzt muss er mit aufs Polizeirevier, wegen tätlichen Angriffs. Zum Glück holt ihn sein Vater aus dieser verzwickten Lage. Doch Christopher lässt die Sache keine Ruhe. Da die Polizei in seinen Augen den wahren Täter gar nicht finden will, beschließt er selbst zu ermitteln, bei den Nachbarn fängt er an. Sein Vater macht sich Sorgen und verbietet ihm, seine Nase in die Angelegenheiten anderer Leute zu stecken. Doch der Junge lässt nicht locker. Schließlich löst er nicht nur das Rätsel um den erstochenen Hund, sondern erfährt ganz nebenbei einige Dinge über seine Eltern, die ihn regelrecht aus der Bahn werfen.

Zugleich überschreitet er zum ersten Mal die engen Grenzen, die sein Leben bisher bestimmt hatten: Plötzlich redet er mit Fremden, fährt ganz alleine mit dem Zug nach London und zu guter Letzt besteht er sogar die Abschlussprüfung in Mathe. Eines ist ihm nun klar – ab sofort kann er alles schaffen.

Besetzung:

Christopher Paul Hofmann-Wellenhof
Ed Nenad Subat
Judy Magdalena Oettl
Spielemacher männlich Moritz Grabbe, Jonas Breitstadt
Spielemacher weiblich Janna Ambrosy, Ute Hamm

Regie Petra Schönwald
Bühne Fabian Lüdicke
Kostüme Agnes Hamvas
Musik Christopher Biribauer
Dramaturgie Theresa Taudes
Maske Andrea Linse


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