Theater

Superamas - Chekhov. Fast & Furious


Wenn sich das aufständische französisch-österreichische Performance-Kollektiv Superamas der vermeintlichen Komödie annimmt, entsteht ein dringlicher Appell an die Lebensfreude, den Mut und das Spektakel.

»Wenn man es sich recht überlegt, bin ich sehr, sehr unglücklich.«
Verbitterung, Langeweile und Selbstmitleid kennzeichnen die gescheiterten Existenzen, die Tschechow Ende des 19. Jahrhunderts in Onkel Wanja porträtiert. Der russische Dramatiker hält seine Figuren an einem Ort gefangen, an dem sie eigentlich nicht sein wollen. Kein Ausbruch und kein Wagnis finden statt. Wer sich auflehnt, beruhigt sich wieder und am Ende bleibt alles, wie es war.

Wenn sich das aufständische französisch-österreichische Performance-Kollektiv Superamas der vermeintlichen Komödie annimmt, entsteht ein dringlicher Appell an die Lebensfreude, den Mut und das Spektakel. Energiegeladene und risikofreudige junge Menschen aus Frankreich, Island und Österreich beschäftigen sich gemeinsam mit Superamas über mehrere Monate hinweg damit, die Thematiken, die das „alte“ Theater aufwirft, in unsere Zeit zu übersetzen. Wie viel Tschechow dem Publikum erhalten bleibt, ist ungewiss.
In dieser besonderen Form der künstlerischen Zusammenarbeit wird das Theater als ein Ort der Begegnung und des Experimentierens etabliert.

Regie, Bühne, Ton, Video Superamas
Kostüm Sabine Desbonnets, Superamas
Lichtdesign Henri-Emmanuel Doublier

Von und mit Yuria Knoll, Peter Alexander Kopciak, Richi Kuong, Johanna Mettnitzer, Naemi Latzer, Miriam Rosenegger, Gudrun Schmidinger, Katharina Senzenberger, Joseph Cyril Stoisits, Maya Unger, Maria Winkler, Lin Wolf, weiteren jungen Erwachsenen aus Amiens, Reykjavik, Maubeuge und Superamas


Vergangene Termine