Tanz

Sündenfall


Der verbotene Verzehr eines Apfels vom Baum der Erkenntnis brachte der Menschheit das Wissen um die Unterscheidung von Gut und Böse und gleichzeitig die Vertreibung aus dem Paradies. Diese Geschichte vom Sündenfall durch das erste Menschenpaar Adam und Eva bestimmt bis heute unser Denken und Handeln.

Der Begriff der Sünde ist in unserer Gesellschaft tief verankert, auch wenn wir uns als moderne, rational gesteuerte Wesen begreifen. Stolz, Habgier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit werden nicht nur von der Kirche bis heute als die schlimmsten menschlichen Laster bezeichnet. Gleichzeitig wird ein Buch zum internationalen Bestseller, dessen einziges Thema die sexuelle Lust in allen ihren Schattierungen ist, und die am häufigsten gesuchten Begriffe im Internet beziehen sich nicht auf gesunde und moralisch einwandfreie Lebensweise. Irgendwo zwischen dem moralischen Anspruch an uns selbst und der Faszination, die Ausschweifungen aller Art auf uns ausüben, bewegt sich unser Alltag und unsere Phantasie.

Idee und Choreographie Peter Breuer, Alexander Korobko

Kostümentwurf Bettina Richter

Raum Peter Breuer

Dramaturgie Svenja Gottsmann

Der Tanz selber stand übrigens über die Jahrhunderte immer wieder in dem Ruf, sündig zu sein und Menschen vom rechten Weg abzubringen. Das berühmteste Beispiel ist sicher die biblische Geschichte des Schleiertanzes der Salome. Ob diese Furcht berechtigt ist, kann das Publikum selbst entscheiden, wenn Peter Breuer und Alexander Korobko in »Sündenfall« den uralten biblischen Sünden und ihrem Einfluss auf unser heutiges Leben nachspüren. Der Ort könnte mit der Probebühne im Rainberg kaum besser gewählt sein, denn nahezu sündhaft nah kommt man den Tänzern an diesem intimen Spielort.


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