Literatur · Theater

Suchers Leidenschaften: Hans Henny Jahnn


Hans Henny Jahnn gehört zu den am meisten unterschätzten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Obwohl Thomas und Klaus Mann für ihn stritten und auch Botho Strauß ihn schätzt: Nur die wenigsten Menschen kennen sein Werk; äußerst selten werden Stücke von ihm aufgeführt; Lesungen aus seinem umfangreichen Prosawerk, seinen Tagebüchern, seinen Essays sind rar.

Sein durchaus autobiographisches Oeuvre umkreist immer dieselben Themen, wobei das unerfüllte Begehren seiner Antihelden im Vordergrund steht. Sie lieben Knaben, Männer und Frauen, sie sind vernarrt in Pferde, sie sind nicht selten sadomasochistisch, und sie sehnen sich alle danach, mit dem geliebten Wesen zu verschmelzen, eins zu werden, wenn nicht im Leben, so doch im Tod.

Jahnn war Dichter, Orgelbauer, Architekt, Kritiker und ein lebenslanger Utopist, der die Hoffnung nicht aufgab, die Menschheit zu verbessern.

Mit Sylvie Rohrer, Markus Meyer und C. Bernd Sucher


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