Klassik

Styriarte


Die styriarte führt ihr Publikum an viele wunderschöne Plätze der Steiermark: nach Pöllau zur Musik-Wallfahrt und nach Aflenz zur Kräuterwanderung auf den Spuren der Heiligen Hildegard, in den Grazer Burggarten zu Loreley-Gesängen und in den Eggenberger Schlosspark zum Picknick.

„Ins Grüne, ins Grüne!“ So rief Franz Schubert in einem seiner heitersten Lieder den Zeitgenossen zu. Der Traum vom Ausspannen in der Natur ist so alt wie die Geschichte der großen Städte. Schon die Londoner des Barock entgingen dem Lärm der Metropole, indem sie aufs Land flüchteten – oder auch nur davon träumten.

Henry Purcell, das Musikgenie des englischen Barock, erfand für diesen Traum die allerschönsten Töne. „The Fairy Queen“, seine größte „Semi-Opera“, ist ein einziges Fest der üppigen Natur und ihrer wundersamen Wesen, eine freie Bearbeitung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ mit langen Musikeinlagen. Nikolaus Harnoncourt macht aus Purcells Meisterwerk das Musiktheater-Ereignis der styriarte 2014.

Der Wald spielt in der Natur-styriarte 2014 natürlich eine Hauptrolle: der romantische Wald in Webers „Freischütz“, packend neu gedeutet von Michael Hofstetter; die „sweet woods“ des barocken England, wie sie von Purcell und Dowland besungen wurden; die Wälder Oberösterreichs, wie sie Franz Schubert durchwandert hat. Schuberts Wanderungen sind Thema bei der Schubert-SOAP, einem Abend voller Lieder, Chöre und unvergesslicher Volksmelodien in Schuberts Arrangements. Auch die anderen Helden der styriarteSOAPs zog es hinaus ins Grüne: Unser Festspiel-Publikum darf Gustav Mahler im Komponierhäusl über die Schulter schauen und Joseph Haydn belauschen, wie er sich von Natur und Volksmusik inspirieren ließ.

Für Ludwig van Beethoven reserviert das Festival nicht nur eine SOAP mit seinen Liedern, dem Septett und dem „Heiligenstädter Testament“. Was der Meister im „Tempel der Natur“ erschuf, das beleuchtet auch das 2014 erstmals formierte styriarte-Festspiel-Orchester in der Sechsten Sinfonie, Markus Schirmer in einem furiosen Klavierabend. Die Romantiker dürfen hinaus ins Freie: Schuberts „Wandererfantasie“ und Schumanns „Waldszenen“ erklingen im „Dom des Waldes“ auf der Hebalm – mitten in der Natur. Das Eröffnungsfest in Stainz lässt romantische Chorlieder im Freien singen, wie es sich die Komponisten gedacht haben: im Rosengarten und im Schlosshof, unter Linden und Apfelbäumen.

Die styriarte führt ihr Publikum an viele wunderschöne Plätze der Steiermark: nach Pöllau zur Musik-Wallfahrt und nach Aflenz zur Kräuterwanderung auf den Spuren der Heiligen Hildegard, in den Grazer Burggarten zu Loreley-Gesängen und in den Eggenberger Schlosspark zum Picknick. Der Traum des Menschen vom Eins-Sein mit der Natur soll nicht nur musikalisch bleiben: Berührt von der Natur und ihrem Zauber, kehren wir in den Konzertsaal zurück, um das Größte in der Musik intensiver zu erleben – wie Mozarts letzte Sinfonien, die Nikolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus als Zyklus aufführt.


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