Jazz

Studio Percussion Graz


In „Faces & Places“ erzählen 14 MusikerInnen aus fünf Nationen die Lebensgeschichten von fünf Musikern aus Burkina Faso, Venezuela, Syrien, Kuba und Serbien, die aus unterschiedlichen Situationen heraus im Musikland Österreich gelandet sind.

Was bedeutet Geld, wenn man in einem der ärmsten Länder der Welt geboren ist und nun in einem der reichsten lebt? Oder muss man den wahren Reichtum ganz woanders suchen? Wie kostbar ist die Erfahrung von anderswo, die Erfahrung des Andersseins? Was wiegt der mitgebrachte Sprachschatz in einem Land wie Österreich? Und vor allem: Wie prägt und formt unsere Gesellschaft Künstler, die nicht hier aufgewachsen sind, wie verändert sich ihre künstlerische Biografie, wie werden die Angebote ihrer Kunst wahrgenommen? Sind sie als Kulturvermittler besonders kostbar? Oder bloß lustige Exoten?

In „Faces & Places“ erzählen 14 MusikerInnen aus fünf Nationen die Lebensgeschichten von fünf Musikern aus Burkina Faso, Venezuela, Syrien, Kuba und Serbien, die aus unterschiedlichen Situationen heraus und auf diversen Wegen im Musikland Österreich gelandet sind und hier mit Existenz und Kunst jonglieren. Sie zeigen in diesem Crossover-Projekt aus Musik, Performance, Film und Theater ihre Kunst und ihr Leben, illustrieren ihre Wege nach und durch Österreich, die Drahtseilakte und akrobatischen Notwendigkeiten, die eine Existenz wie die ihrige erfordert. Eine intime und zugleich bunte Bühnenshow, die aus der biografischen Dokumentation entwickelt wurde. Lebensgeschichten, Videoprojektionen, Klang- und Bildskulpturen fügen sich mit der Musik zu einem mitreißenden Musiktheaterstück, das einerseits Persönlichkeiten abbildet, andererseits die Zufälle und das Zusammenwirken des globalen Mensch-Seins deutlich macht. Dass so viel transkulturelle Verdichtung letztlich in eine Überschreitung von Bühne und Zuschauerraum mündet, ist natürlich gewollt.


Vergangene Termine