Kunstausstellung

Studio Asynchrome- Die Seismografie des Unbestimmten


Die „Utopia“ des Thomas Morus ist 500 Jahre alt – und wird durch studio Asynchrome zur großen Narration in der kleinsten Galerie.

Die Utopie ist für Marleen Leitner und Michael Schitnig Chance und Werkzeug. Da liegt nahe, dass sie sich zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit für the smallest gallery die philosophische Schrift „Utopia“ des Briten Thomas Morus nehmen, die 1516 erschien und das Bild von positiven Idealgesellschaften in naher und ferner Zukunft prägte.

Als studio Asynchrome hinterfragen Leitner und Schitnig seit 2013 räumliche und gesellschaftliche Gefüge. Das Zeichnen ist für die beiden Grenzgänger zwischen Architektur und Kunst eine hermeneutische Erkenntnismethode, um prozesshafte Entwicklungen und komplexe Sachverhalte zu verarbeiten und zu interpretieren. Im Comic haben sie eine Ausdrucksform gefunden, Möglichkeitsräume innerhalb der Architektur und bildenden Kunst durch narrative Informationsvermittlung aufzuzeigen und experimentell erlebbar zu machen. 2015 hat das österreichische Duo die Randnotizen des steirischen herbst gestaltet.

Dieses Jahr begeben sie sich, ganz nach dem Motto „Die Utopie ist tot – lang lebe die Utopie!“ auf multimodale Spurensuche und konzipieren für the smallest gallery eine neue Arbeit, welche die gesamte Ausstellungsfläche – 256 cm breit, 174 cm hoch und 45 cm tief – ausfüllt. Ausgehend von Thomas Morus stellt studio Asynchrome das utopische Denken aus der Vergangenheit einem gegenwärtigen Potenzial gegenüber und regt dazu an, über eine Zukunft dieser Gegenwart nachzudenken. Wie geht es weiter? Und wie lässt sich dieser Weg, so ungewiss er sein mag, seismografisch festhalten?

Mit studio Asynchrome, Marleen Leitner (AT), Michael Schitnig (AT)

Kuratiert von Clemens Mair (AT), Karin Oberhuber (AT)


Termine

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