Vortrag · Ausstellung: Wissen · Theater

[email protected] oder leben?


Diskussion um neue, demokratische Wirtschaftsformen mit Christian Felber, Eric Frey, Regina Prehofer, Franz Karl Prüller, Heinrich Staudinger

„Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Brechts Gedicht vom reichen und vom armen Mann ist wieder hochaktuell. Die herrschende Geldwirtschaft vergrößert die Kluft in der Gesellschaft rasant. Wachstum ist das Zaubermittel, bei dem die einen auf Kosten der anderen an Gewinn und Gier zulegen. Entfremdung gehört zum Konzept.

Als Alternative zum entfesselten Kapitalismus und dem mittlerweile erschöpften Kommunismus kündigen sich neue Modelle wie Tauschhandel oder Geld mit Ablaufdatum an. Vor allem aber kann die Gemeinwohl-Ökonomie auf eine wachsende Klientel zählen.

Zwar folgt sie auch den Gesetzen der Marktwirtschaft, aber hier sollen Unternehmen und Initiativen nicht um Finanzgewinn konkurrieren sondern kooperieren – mit dem Ziel Werte zu wahren, demokratisch zu agieren und das Gemeinwohl zu mehren. Auch eine genossenschaftlich organisierte Bank für Gemeinwohl ist im Entstehen.

Was ist unter Gemeinwohl zu verstehen? Wie lässt sich ein Wert wie Gemeinwohl materialisieren? Ist Demokratisierung der Geldordnung, der Wirtschaft und Gemeinschaftsprinzip in unserer politischen Lebenswelt überhaupt nachhaltig möglich?

Es diskutieren:

Christian Felber (Autor Geld – Die neuen Spielregeln, Gründungsmitglied Attac)

Erich Frey (Journalist, Der Standard)

Regina Prehofer (Vizerektorin für Finanzen & Infrastruktur, WU Wien)

Franz Karl Prüller (Vorstandsmitglied der Erste Stiftung)

Heinrich Staudinger (Unternehmer, GEA)

Moderation: Ingrid Greisenegger (Journalistin, ORF)


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