Vortrag · Diverses

[email protected]: Muss das Volkstheater abgerissen werden?


Diskussion um die historische und aktuelle Rolle des Fellner & Helmer-Baues in Konfrontation mit zeitgenössischer Eventarchitektur mit Christoph Chorherr, Marie-Therese Harnoncourt, Johann Hüttner, Jan Tabor u.a.

Theater war die Repräsentationskultur des späten 19. Jahrhunderts, die Architekten Fellner & Helmer waren die Stars, hatten mit 48 funktionalen, oft von ihnen selbst wieder kopierten Theaterbauten ein kulturelles Netz über ganz Europa gelegt. Paradebeispiel ist das Volkstheater Wien. Wie waren die Bedingungen damals? Und wie sind sie gegenwärtig? Heute steht der Bau unter Denkmalschutz und verfällt. Die Sanierung kostet 35 Millionen Euro, ein Neubau vergleichsweise nur 19 Millionen Euro.

Soll dieses Volkstheater durch zeitgenössische Theaterbauten in der City oder gar an der Peripherie ersetzt werden? Was spricht für den Erhalt des Baus? Behindert er Inhalte des zeitgenössischen Theaters oder ist er Symptom für die Rolle des Theaters innerhalb der zeitgenössischen Kultur? Wo bleiben die in der bildenden Kunst so eifrigen Mäzene? Was bewog Bürger damals ein Theater selbst zu finanzieren? Und: Inwieweit ist das heute wieder möglich?

Es diskutieren:
Christoph Chorherr (Gemeinderat Die Grünen, Sprecher für Stadtplanung)
Marie-Therese Harnoncourt (Architektin, the next ENTERprise-architects)
Johann Hüttner (Universitätsprofessor am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Jan Tabor (Architekt, Autor, Kurator)

Moderation: Thomas Mießgang (Journalist, Autor)


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