Klassik

Stradivari Quartett


Kostbarste Geigen in einem Sportzentrum? Genau solche spannenden Gegensätze zeichnen das Montafon aus. In der nagelneuen Alpin Sport Zentrale in Schruns erklingen eine dreihundert Jahre alte Geige und ein Cello des sagenhaften Meisters Antonio Stradivari, dazu eine nicht minder kostbare Geige von Giovanni Battista Guadagnini und eine Bratsche aus der Werkstatt von Hendrick Willems von 1690.

Der Gründerin des schweizerischen „Stradivari Quartetts“, der Cellistin Maja Weber, ist aber nicht nur der wundervolle Klang dieser Instrumente wichtig, es ist ihr vielmehr ein Anliegen, mit der Musik Geschichten zu erzählen. „Töne sind höhere Worte“, sagte schon Robert Schumann. Und tatsächlich sind die beiden Werke des Abends sehr inhaltsreich. Joseph Haydns „Kaiserquartett“ in der strahlenden Tonart C-Dur verarbeitet im zweiten Satz die „Kaiserhymne“, deren Melodie später in der deutschen Nationalhymne Verwendung fand. Und Beethovens drei Quartette Opus 59, deren erstes wir hören, sind dem russischen Grafen Rasumowsky gewidmet – das „russische Thema“ des letzten Satzes ist eine Referenz an ihn. Und wenn der Musikforscher Arnold Schering Recht hat, so hat sich Beethoven für dieses Werk von Goethes Roman „Wilhelm Meister“ inspirieren lassen.


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