Theater

Stigma


"Stigma" geht unter die Haut. Theater wird hier zur Erfahrung. Eine Erfahrung voller Emotionen. Schonungslos und trotzdem feinsinnig. Brutalität und Radikalität voll von Poesie. "Stigma" wird zum Plädoyer für die Außenseiter der Gesellschaft.

Moid, eine Dienstmagd, steht zwischen drei Männern: dem Großknecht, dem Bauernsohn und dem Gottessohn Jesus Christus. Gegen das aufdringliche Werben der beiden ersten wehrt sie sich standhaft. Als sie eines Tages die Wundmale Christi empfängt, wirkt sie Wunder an Kranken und wird zu einer bestaunten Touristenattraktion. Der Bauernsohn Ruepp erscheint eines Nachts mit einer Teufelsmaske, schlägt Moid bewusstlos und vergewaltigt sie. Die Magd gerät nun in die Mühlen von Wissenschaft, Kirche und Gesetz.

Moid, die sich keiner Schuld bewusst ist, glaubt einen Alptraum gehabt zu haben und wird von einem Professor der Medizin des Betrugs bezichtigt, als er eine Schwangerschaft feststellt.

Der ebenfalls anwesende Monsignore führt einen Exorzismus durch. Die ausgetriebenen Dämonen fahren jedoch in ihn über, stellen seine Verfehlungen bloß, geben den Namen des Vergewaltigers preis und provozieren Mord und Selbstmord.

Die Passion der Magd endet, als sie nach der Geburt ihres Kindes von der Exekutive als Aufhetzerin gegen Obrigkeit und Kirche inhaftiert werden soll.


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