Jazz

Steve Davis Sextett


Wenn man echte Jazz-Legenden präsentieren will, so ist dies immer mit einem gewissen Risiko verbunden – so wurde der große Curtis Fuller, der im JAZZLAND eine mehrwöchige Europa Tournee (u.a. Athen, Berlin, Paris, Hamburg und eben Wien) beenden sollte, Anfang Dezember mit einem schweren Diabetes-Anfall ins Spital eingeliefert – die Dottores verboten ihm bis auf weiteres längere Reisen und große Anstrengungen.

Unser Spitzendrummer Joris Dudli, der sich klammheimlich zum Spitzenimpresario entwickelt, hat diesen Trip durch die führenden Jazzclubs Europas aus dem Handy gezaubert, und er wußte auch sofort, wen man engagieren konnte, ohne von "Ersatz" sprechen zu müssen, und ohne das Konzert-Motto (*) zu ändern: selbstverständlich STEVE DAVIS.

Er kam Ende der 80-er über Jackie McLean zu Art Blakey, der ihn in seine legendären "Messengers" integrierte. In den 90-ern entstanden erste CDs unter eigenem Namen und mit Eric Alexander, Harold Mabern, Chick Corea, Cecil Payne, Brad Mehldau, Avishai Cohen und Freddie Hubbard. Steve spielt eine typische Hard-Bop-Posaune mit ausgesprochen modernem Touch und wird herrlich zu seinen Kollegen passen: aus Montana stammt der Trompeter Jim Rotondi, der mit Lionel Hampton, Lou Donaldson, Ray Charles, Toshiko Akiyoshi, Jesse Davis und Chris Potter arbeitete, der Mann am Tenorsax Ralph Reichert leitet seit kurzem als Nebenberuf das altbekannte "Birdland" in Hamburg, der Belgrader Bassist Milan Nikolic gehört zu Europas Besten und unseren Oliver Kent p braucht man nicht mehr vorstellen – er ist (zumindest) Europa-Klasse.

Die grandiose LP "Blue Trane" mit John Coltrane, Lee Morgan und eben Curtis Fuller ist für viele Fans eine Zäsur in ihrem Jazzempfinden – bis hierher (und nicht weiter) geht das Verständnis mancher für die immer freier werdenden Improvisationen..... Und um diese stilistische Grenze herum werden sich auch die Konzerte unserer echten All-Star-Band bewegen...


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