Theater

Steilwand


Ensemblemitglied Tim Breyvogel wird den dichten Monolog nicht nur schauspielerisch, sondern auch mit einem vielstimmigen Sound aus seinem DJ-Pult als multimediales Erlebnis auf die Bühne bringen.

Alex, ein junger Vater, erzählt von seinem privaten Familienglück, den alljährlichen Urlaubswochen in Südfrankreich, von einem idyllischen Sommertag. Schwimmen im Meer, Tauchen zu den Unterwasser-Klippen an der Steilwand, Sonnenbaden am Strand. Völlige Harmonie – bis das Entsetzliche passiert und eine kleine Unachtsamkeit Alex’ Leben für immer erschüttert. Simon Stephens’ Sprache ist analytisch und kühl, doch diese Unvermitteltheit erzeugt einen unglaublich heftigen, poetischen Sog. Je näher Alex mit seiner Erzählung an die Stelle des Unglücks kommt, desto weniger kann man sich der Geschichte entziehen. Genauso wie die Erzählerfigur folgt man unwillkürlich dem Blick in den eigenen Seelen-Abgrund. Modellhaft tritt in „Steilwand“ das unfassbare Ereignis ein, das die blitzsaubere Fassade eines offensichtlich glückhaften Daseins jäh einstürzen lässt. Simon Stephens, einer der wichtigsten britischen Dramatiker der Gegenwart und vielfach ausgezeichnet, stellt in „Steilwand“ die universale Frage nach Schuld und Erlösung.

Mit
Tim Breyvogel
Inszenierung Annette Holzmann
Musikalische Einrichtung Moritz Wallmüller


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