Literatur · Theater

Stefanie Sargnagel/ Paul Plut


Stefanie Sargnagel verdichtet Facebook-Statuse, irrwitzige Reportagen und Illustrationen zu einem gewaltige Sogkraft entwickelnden Stream of Consciousness, der mit schonungslosem Stakkato entlarvt, was in ihren Augen verlogen, fake, unzulänglich oder einfach auch nur saukomisch ist.

„Stefanie Sargnagel ist die wichtigste österreichische Autorin des 21. Jahrhunderts.“
Das schrieb VICE Alps bereits Ende 2013; damals war Sargnagels Debütwerk „Binge Living“ erschienen und wurde zum Überraschungsbestseller. Zahlreiche österreichische Medien hievten das Buch in ihre Jahresbestenlisten, die HörerInnen des Jugendsenders fm4 wählten das Buch gar zum Buch des Jahres. Von Feuilleton und Hipster-Blogs gleichermaßen gehypet, waren die ersten Auflagen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Mit dem Ende 2015 veröffentlichten Zweitling „Fitness“ gelang auch der Sprung nach Deutschland; das Rezept ist dasselbe wie bei „Binge Living“: Facebook-Status, irrwitzige Reportagen und Illustrationen.

Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch.

Buch-Tipp:
„Autorin. Burschenschaftlerin. Matriarchin. Rotkäppchen“, Verlag kurz & bündig (2019)

Paul Plut eröffnet seine Solokarriere – mit Liedern vom Ende. Auf seinem Album-Debüt „Lieder vom Tanzen und Sterben“ präsentiert der Steirer düsteren Dialekt-Gospel zwischen Fliegen und Fallen, Stillstand und Ekstase, Tanz und Tod.
Mit seiner Deutschpop-Band Viech und der Bluesrock-Formation Marta hat sich Plut in der österreichischen und süddeutschen Musiklandschaft schon über mehrere Jahre verdient gemacht. Im Alleingang zelebriert er Reduktion und überrascht mit großer Intimität. Insgesamt zehn „Lieder vom Tanzen und Sterben“ bilden den finsteren Reigen, der stetig in den Abgrund führt. Es folgten mehr als 60, großteils ausverkaufte Konzerte.

Besetzung:
Paul Plut – Gesang, Gitarre
& Band


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