Kunstausstellung

Star(s) Speak


Die Gruppenausstellung Star(s) Speak bringt fünf Künstlerinnen und Künstler zusammen, deren Praktiken das Poetische als emanzipatorische Kraft versöhnen und sich aneignen. Wo Poesie nicht innerhalb etablierter Semantiken und kanonisierter Bedeutungsmuster operiert, bildet sie abstrakte Räume für das Imaginäre. Indem die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler solche Räume besetzen und von dort aus agieren, schlagen sie körperliche, spekulative und zuweilen jenseitige Strategien zur Schaffung und Vermittlung von Bedeutung vor. Sie tun dies, indem sie das Regime der stigmatisierenden Sprache transzendieren - und damit letztlich den von antifeministischen, rassistischen, homophoben, kolonialen und/oder neoliberalen Entitäten hervorgerufenen Determinismus stören.

Die Sprache lässt uns im Stich. Wir, die wir die Poetik am Ende der Zukunft sind. Wir, die wir die Agenten des abstrakten Dazwischen, des Unfassbaren, die Genossen der Phantasie und der Träume, der radikalen Selbstliebe und des Unbestimmbaren sind.
Die Sprache lässt uns im Stich. Sie kontrolliert Gedanken und Geister, sie begräbt unsere Imaginationen und Wünsche im Namen einer korrumpierten syntaktischen Organisation.
Die Sprache begrenzt unsere Anfänge und Enden. Die Hüter der Sprache halten unsere Dichtung für ein Scheitern, für ein "Exzess" ihres Essentialismus.
Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs entwirren die Trümmer der Bedeutung für Akte der gemeinschaftlichen Weltbildung, für Akte des Wiederauflebens des Unlogischen, des Nichtsemantischen, des Unklassifizierbaren, des Exopolitischen. Treten Sie in die kontingenten Welten ein, die die poetische Potenz als befreiende Kraft umarmen, feiern und nähren!

KünstlerInnen: Caspar Heinemann, Evan Ifekoya, Sophia Mairer, Himali Singh Soin und Linda Stupart
Kuratoren: Clemens Rettenbacher und Frederike Sperling


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