Theater

Stalker Wunschmaschine


„Stalker Wunschmaschine“ erzählt von einer Provinz, die ZONE heißt und einmal Heimat war. Eine durch vermeintlichen technischen Fortschritt ausgelöste Katastrophe hat die Provinz und ihre Kultur ausgelöscht, so wie heute in der ukrainischen Geisterstadt Pripyat, in der die untergegangene Sowjetunion aufgehoben ist.

Die ZONE ist zur streng bewachten Sperrzone geworden. Zwei Großstädter, ein Wissenschaftler und eine Schriftstellerin, vertrauen sich dem ortsansässigen Stalker an, einem Grenzgänger und Gottsucher, der illegal die Hoffnungslosen und Verzweifelten durch die Zone zu jenem Zimmer führt, in dem, wie es heißt, Wünsche wahr werden. Unterwegs werden Lebensansichten und Weltbilder der Vergangenheit wie der Gegenwart hinterfragt, Hoffnungen und Zweifel treten zutage.

Die Expedition durch die entschleunigte Zone wird zur Reise in die Innenwelt der Protagonisten, zum Panorama einer gottverlassenen europäischen Zivilisation im Ost-West-Konflikt. Ist das legendäre „Zimmer der Wünsche" verwunschener Hort der Utopie oder deren Mausoleum? Die Zone ist der „Morgen, der nicht mehr stattfand“ (Heiner Müller), aber auch der einzige Gegen-Ort zum Global-Village.

Theaterfassung frei nach dem Drehbuch „Die Wunschmaschine“, dem Roman „Picknick am Wegesrand“ der Brüder Strugazki und dem Film „Stalker“ von Andrej Tarkowskij

Eine Produktion von FRONTZEMENT in Kooperation mit WERK X

Inszenierung: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Video: Petra Zöpnek

Mit: Maria Hengge, Volker König, Günther Treptow


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