Theater

Staatstheater präsentiert: Fear


Europa 2015. Die Gesellschaft ist erschüttert, bedroht und verunsichert.
Es herrscht Terror, Flüchtlingsströme fließen durch das Land, die Welt ist voller Kriege. Millionen von Menschen suchen Schutz und ein neues Leben in Europa.

Europa, ein noch wackeliges Konstrukt, das sich selbst noch nicht gefunden hat. Europa, das mit sich selbst eigentlich genug Probleme hat um seine Mitglieder bei Euro und Schengen zu halten.
Und jetzt kommt angesichts der momentanen Krisenvervielfältigung und der daraus entstehenden Generalverunsicherung der alte Geist aus der Kiste.
Der Zombie.

Geisteshaltungen, von denen wir dachten, sie seien endgültig gestorben, wiedererstarken, rufen auf zur Rettung von Heimat, Nation und Volk, drohen uns zurückzureißen ins Zeitalter der Diskriminierung und Selektion. Das längst Totgeglaubte, aber Untote, ist erwacht und entert die Presse, die Fernsehstudios, das Internet. Es gründet Parteien und macht sich breit auf den Stadtplätzen, zündelt, schlägt und hetzt, fordert Abschottung, eine „neue“ Politik zum Schutz der Heimat, der nationalen Werte, der völkischen Identität. Jetzt hatten wir uns so schön in eine freiheitliche, globalisierte, vermeintlich höchst individualisierte Gesellschaft „hineinge-gendert“, tolerant und neoliberal in Geist und Wirtschaft, Homo Ehe und sexuelle Früherziehung im bunten „MultiKulti“ und jetzt das:
Heimat? Nation? Volk?
Was ist das? Was heißt das? Was soll uns das?
Meint uns das? Und meinen wir das?
Und was soll uns diese Gewalt? Diese Hartherzigkeit? Der Haß? Diese Dummheit?

mit: Frank Röder, Esther Frommann, Ute Heidorn, Johannes Gabl, Carmen Gratl, Juliana Haider, Siggi Haider, Michaela Adrigan, Norma Schiffer


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