Ausstellung: Wissen

Spechte in Österreich – Spezialisten für Späne und Trommler des Waldes


Von dem Rund 200 weltweit vorkommenden Spechtarten kann man zehn bei uns in Österreich beobachten. Jede Art ist individuell an ihren Lebensraum angepasst.

Sei es der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, spezialisiert auf Nahrungssuche auf dem Boden, oder der Dreizehenspecht in unseren alpinen Lagen, welcher sich neben Insekten auf Baumsäfte als Nahrung konzentriert.
Diese Ausstellung soll auf diese faszinierende und zu schützende Vogelgruppe der Spechte aufmerksam machen. Alle zehn zu sehenden Arten brüten auch in Österreich – vom Blutspecht, der sehr offene nur locker mit Bäumen bestandene Gegenden in Ostösterreich bewohnt, bis zum Weißrückenspecht, der in den Buchenwälder der Alpen zu finden ist.

Sehen sie hier, wie man die teilweise sehr ähnlichen Arten auseinander hält und wo man sie am besten beobachtet. Ob nun der elegante Schwarzspecht, der an eine Krähe erinnert, erkennbar an seiner roten Kopfplatte oder der nur wenige Zentimeter große Wendehals, den man eher für einen Sperling als einen Specht halten würde - sie alle sind faszinierende Vögel unserer Landschaft und nicht nur dies. Die Spechte sind jene Vögel, die mithelfen, das ökologische Gleichgewicht unserer Landschaft zu erhalten.

In der Ausstellung werden deshalb nicht nur Spechte, sondern auch die Nachnutzer der Spechthöhlen wie Blauracke, Rauhfußkauz, Siebenschläfer oder aber auch der seltene Eremit gezeigt, dessen Larve auf etwa 50 Liter Mulm angewiesen ist, welcher in einer ehemaligen Spechthöhle entstanden sein kann.

Weiters wird auch auf die Prädatoren, die natürlichen Feinde, der Spechte nicht vergessen, etwa Beutegreifer wie Habicht oder Sperber oder der Baummarder, der ebenfalls Spechte zu seiner Nahrung zählt. Verbreitungskarten sowie Unterscheidungsmerkmale jeder Art runden die Ausstellung ab. Neben der Nisthöhle einer unserer Spechte wird auch ein Verwandter unseres Schwarzspechtes aus Argentinien zu sehen sein, um zu zeigen wie ähnlich sich die Arten auch auf anderen Kontinenten entwickelt haben.


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