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Vortrag

Soziale Cyborgs: Maschinen und Lebewesen verschmelzen zu Super-Gesellschaften


In ihrer Wahrnehmung, Bewegung und der Koordination sind Tiere allen heute verfügbaren Robotern haushoch überlegen. Vor allem wenn es um das Zusammenwirken in der Gruppe geht, können sich die Ingenieurwissenschaften viel Nützliches von natürlichen Organismen abschauen. Aber auch in der anderen Richtung funktioniert diese Wechselwirkung: Roboter (autonome Attrappen) helfen heute vermehrt in der Forschung, um tierisches Verhalten (v.a. soziale Interaktion und Kommunikation) zu erforschen: Es werden autonome Roboter gezielt in tierische Gesellschaften eingeschleust und verhalten sich dort wie ihre tierischen MitspielerInnen. Durch diese Methode lassen sich Interaktionsmodelle überprüfen und Interaktionsmuster automatisiert aufzeichnen. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen und stellt insbesondere das heuer gestartete EU-Forschungsprojekt ASSISI_bf vor, bei dem ein Roboterschwarm und ein Bienenschwarm zu einer funktionellen Einheit verschmolzen werden.

Assoz. Prof. Mag. Dr. Thomas Schmickl, Institut für Zoologie, Universität Graz

Thomas Schmickl (Master: Salzburg, Österreich 1998; Doktorat: Graz, Österreich 2001; Habilitation: Graz, Österreich 2012) ist assoziierter Professor an der Karl-Franzens-Universität, Graz, Österreich, und auch als Dozent an der Fachhochschule in St. Pölten, Österreich tätig. Er ist der Gründer des Artificial Life Lab an der Universität Graz, welches ein interdisziplinäres Forschungslabor für BiologInnen, InformatikerInnen, IngenieurInnen und SimulationstechnikerInnen ist. Sein Labor forscht in den Bereichen Schwarmintelligenz, biologische Selbstorganisation, Ökologie, Evolution, Schwarmrobotik, modulare Robotik und bio-inspirierte Algorithmen. Er ist einer der führenden Wissenschaftler in verschiedenen internationalen Forschungsprojekten wie I-SWARM, Symbrion, Replicator, CoCoRo & ASSISIbf. Prof. Schmickl forscht und lehrt die ökologischen Beziehungen zwischen Tierarten, einschließlich der mathematischen Modellierung und Simulation von komplexen Ökosystemen. Er forscht die evolutionäre Dynamik in Ökosystemen, die Informationsverarbeitung in sozialen Insektenstaaten und widmet sich generell der selbst-organisierten Dynamik in dezentralen Mehrkomponentensystemen wie z.B. der gemeinsamen Entscheidungsfindung, der Meinungsbildung und verteilte Homöostase in Tiergesellschaften
In den letzten Jahren hat Dr. Schmickl Forschungsstipendien und -förderungen von mehr als $ 4.300.000 eingeworben und er hat in seiner wissenschaftlichen Laufbahn mehr als 80 peer-geprüfte Artikel in Fachzeitschriften und Buchreihen, sowie elf peer- geprüfte Kapitel in der wissenschaftlichen Bücher veröffentlicht. Lokale und internationale Nachrichten (TV, Radio, Zeitungen) haben über seine Forschungen in verschiedenen Beiträgen und Features in den letzten Jahren berichtet.


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