Theater

Solaris


Kein Regisseur aus Osteuropa provoziert so unterschiedliche Reaktionen wie der in Kiew geborene und nun in Berlin lebende Andriy Zholdak. Sein Theater kreiert er ungestüm, siegesgewiss, unter Qualen und manchmal gefährlich leichtsinnig, mit überbordender Energie und Phantasie.

Für Andriy Zholdak gibt es keine Barrieren. Er kombiniert Commedia dell’arte mit Cyberpunk und Science-Fiction-Fantasy. Sein Theater ist Raserei, ist eine Feier des Irrationalen, ein Griff nach den Sternen, die ihn zu seinen kosmogonischen Bilderspektakeln inspirieren.

Kein Wunder, dass seine letzten Inszenierungen, darunter selbst eine heitere Komödie von Goldoni, nicht auf dieser Welt spielen, sondern auf irgendwelchen Sternen. Solaris, nach dem berühmten Roman von Stanisław Lem, inszeniert Andriy Zholdak als eine Art Rückflug. Eine Reise von einem fernen Stern in das innerste Ich hinein, in eine Welt, die geheimnisvoller ist als das riesige Universum, eine faszinierende und gefährliche Odyssee durch Erinnerungen und verborgene Wünsche.
Monika Pormale aus Lettland, eine der wichtigsten Bühnenbildnerinnen ihrer Generation, wird diese Theaterreise ausstatten. Andriy Zholdak arbeitete wiederholt am Mazedonischen Nationaltheater. Er begeisterte das Festwochen-Publikum zuletzt 2004 mit Odin den Iwana Denissowitscha, seiner Bühnenadaption von Alexander Solschenizyns Roman Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch.

Inszenierung Andriy Zholdak
Bühne Andriy Zholdak, Monika Pormale
Kostüme und Bühnenbildassistenz Daniel Zholdak
Regieassistenz Nikola Kimowski

Mit Nikola Azeski, Aleksandar Gjorgjioski, Gjorgi Jolewski, Slawischa Kajewski, Dragana Lewenska, Dejan Lilic, Aleksandar Michailowski, Borche Nachew, Sofia Nasewska Trifunowska, Darja Risowa, Arna Schijak, Anastasija Taschkowska, Natalja Teodosiewska


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