World Music

Sofia Rei Quartet


Südamerikanische Traditionen, Jazz, World Music, elektronische Sounds - das von Sofia Rei und ihrer Band servierte Menü verbindet einige der wichtigsten aktuellen Musikströmungen.

Zu diesen ist also auch Volksmusik aus Lateinamerika zu zählen, denn von dort kamen in den letzten Jahrzehnten maßgebliche Impulse, und das weit über Tango, Samba oder Son hinaus. Es geht der in Buenos Aires geborenen Sofia Rei nicht um die Verbindung von ganzen Genres - etwas, woran Weltmusik oft genug scheitert. Es sind vielmehr grundsätzliche Elemente, die es aus den unterschiedlichsten Bereichen zu fusionieren gilt: traditionelle Instrumente mit Loops und Samples; Rhythmen und Melodien, behutsam verändert; Poesie von alten Texten, durch eigene Verse ins Heute transportiert. Ermöglicht wird das alles durch das Talent der in New York ansässigen Sängerin, eine in bestem Sinne zeitgenössische Musik zu machen. Man vermisst nichts. Man hat das Gefühl, einer zeit-unabhängigen Kunst zu lauschen.

Zu ihren Weggefährten zählen Steve Lacy ebenso wie Bobby McFerrin, John Zorn oder Maria Schneider. Die mit einem Master-Abschluss in Jazz und Improvisationsmusik ausgestattete Sofia Rei hat neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit auch Lehraufträge am Berklee College of Music und der New York Jazz Academy. Bereits ihre Debut-CD (Ojalá, 2006) wurde von der „Jazz Journalists Association“ unter die Top-Ten-Alben des Jahres gereiht. Mit der aktuellen Produktion „De Tierra Y Oro“ unternimmt sie nach eigener Aussage „philosophische Wanderungen“, vielschichtig, anspruchsvoll, eingängig und tanzbar zugleich. Dies ist beispielhaft zu erleben, wenn ihre Band das Stück „La Llorona“, ein Schlachtross der lateinamerikanischen Musiktradition, neu sattelt.

Besetzung:

Sofia Rei, Stimme, Charango
Franco Pinna, Drums
Eric Kurimski, Gitarre
Jorge Roeder, Bass


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