Konzert

Sketchbook Quartet / Sophie Abraham / Tubonika

Showtimes

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20:30 - 23:59
Porgy & Bess

Sketchbook Quartet

Hört man sich durch die Nummern des Sketchbook Quartet, wird man definitiv überrascht sein. Ah, so kann es im Jazz also auch zugehen! Mit Jazz im klassischen oder traditionellen Sinn hat der Klang, den das experimentierfreudige Wiener Vierergespann zu Gehör bringt, recht wenig zu tun. Es ist nicht nur die Instrumentierung des Sketchbook Quartet, die unorthodox auffällt, auch musikalisch lässt sich das Dargebotene als sehr ungewöhnlich, weil sehr eigenwillig und genreuntypisch, bezeichnen. Das Quartett nähert sich dem Begriff des Jazz aus einer Richtung an, die von ihrer Art her im weitesten Sinne dem Post-Rock zuzuschreiben ist. Es geht um Stimmung, um das Erzeugen von Spannungsbögen, die sich stetig steigern und mit einem großen Knall zum Höhepunkt kommen. Das Vierergespann trifft genau den Ton des Jazz, der sich anschmiegt und voller Wärme und Schönheit ist. Man wird aufgefordert, in die Musik des Quartetts einzutauchen und sich vom Geschehen treiben zu lassen.

Sophie Abraham

In ihrem ersten Solo-Cello-Programm verbindet Sophie Abraham Elemente aus klassischen Stücken mit ihren Eigenkompositionen. Musikalisch erweitert sie den Klangraum des Cellos mit ihrer Stimme, ihren Sprachen (holländisch, deutsch, englisch), mit Loops, Montagen und Überlagerungen. So entsteht ist ein hochinteressanter, anspruchsvoller, ungemein vielschichtiger und sehr eigenständiger Klangraum. in dem die Ausdrucksmöglichkeiten des Cello erweitert werden. Die musikalische Offenheit der Cellistin und ihre Liebe zur Vielfalt sind die Basis für ein Programm, das sich durch streng durchkomponierte Stücke und eine starken Neigung zur spontanen Improvisation auszeichnet.

Tubonika

Ein junges talentiertes Zweiergespann, das sich erfolgreich an einer Neudefinition des volkmusikalischen Klanges versucht und dabei ein wirklich mitreißendes musikalisches Feuerwerk entzündet. Das steirische Duo Tubonika sucht nach dem etwas Anderen und findet dabei sein Glück in der Verbindung des Alten mit dem Neuen. Was die beiden jungen Musiker betreiben, ist der respektvolle Bruch mit der Tradition. Sie verschieben die Volksmusik in die Jetztzeit, sie öffnen sie musikalisch und kreuzen sie – als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe – mit Elementen anderer Musikformen und Stile. So klingt in den Stücken von Tubonika ebenso der Jazz durch wie auch die Klassik, die Weltmusik und sogar der Pop. Eine ungewöhnliche musikalische Mischung, bei der man einfach von der ersten Sekunde an mitmuss.