Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Sira-Zoé Schmid … jenseits einer … zu blicken


Das von Meret Oppenheim stammende, oft zitierte Credo „Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie sich nehmen“ ist auch für Sira-Zoé Schmid Auftrag und Motto. Ihre aktuellen Schlüsselbegriffe lauten Grenze, Separation und Freiheit, ihre Leitmedien sind Fotografie und Video.

In mitunter raumgreifenden Installa­tionen führt sie den BetrachterInnen vor Augen, wie fraglich und problematisch – und wie fragil – Grenzziehungen in sozialen Räumen sein können.

Sie selbst beschreibt ihre künstlerische Arbeitsweise so: „Ich arbeite im 'erweiterten Feld der Fotografie' und erforsche darin die vielschichtigen Mög­lich­keiten multimedialer Bildfindung. Die Aus­einan­der­setzung mit allen Medien und soziokulturellen Themen, die mich umgeben, ist mir wichtig und dient als Leitfaden für meine künstlerische Arbeit.“

In ihrer für den Hofstall des Schlosses von Goldegg ent­wickelten Ausstellung geben Fotoarbeiten, die 2017 in Chicago während eines Auslandstipendiums des Landes Salzburgs entstanden sind, die Richtung vor.

Mehrdeutigkeit und Vielschichtigkeit sind grundlegende Eigen­schaften für die Arbeit zeitgenössischer bildender KünstlerInnen – das gilt auch für Sira-Zoé Schmid. Die Leer­stellen in der Titelgebung der Ausstellung – „… jenseits einer … zu blicken“ – betonen einerseits sprachlich-visuell diesen Anspruch von Mehrdeutigkeit bzw. Offenheit. Andererseits müssen Leer­stellen auch gefüllt werden, eine Leistung, die den Ausstellungs­besucherInnen nicht erspart bleibt und ihnen einen aktiven Part abverlangt. Heinz Kaiser


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