Klassik

Simone Losappio, Klavier


In der 9. Folge der Serie „STARS VON MORGEN“ spielt ein weiterer Student an der mdw von Star-Pianistin LILYA ZILBERSTEIN: der mehrfache Wettbewerbspreisträger SIMONE LOSAPPIO. Der 20-jährige Italiener eröffnet sein Programm mit BEETHOVENs „Sonate Nr. 6, op. 10 Nr. 2“, wobei der Komponist auf einen langsamen Satz verzichtete. Auch sonst zeichnet sich das Werk mit nur drei Sätzen (F-Dur, f-Moll, F-Dur) durch eine Kürze von gesamt zwölf Minuten aus.

Darauf folgt CHOPINs letzte Sonate, „Klaviersonate Nr. 3 op. 58“. Sie folgt der Wiener Klassik und ist dennoch Chopin-typisch verträumt, fließend verspielt und zärtlich. Sie verlangt von einem erforderlichen Meister des Klaviers nach einem fordernden, virtuosen Spiel bei einer klug berechneten, rauschhaft und slawisch überschäumenden Gesamtsteigerung im Presto-Finale.

Der unberechenbar beginnende Sturm in unheimlicher Atmosphäre in „PRELUDE Nr.8 `Un reflet dans le vent´“ aus den acht Sätzen bestehenden Préludes pour piano – ein Frühwerk von MESSIAEN – stammt aus der merklich modernsten Komposition des Abends (1929), die auf Messiaens Modi der begrenzten Umsetzung basiert. Farben sind hier die Anleitung der Spielweise, wobei „Eine Reflexion im Wind“ von orange zu grün mit schwarz befleckten Adern und violett wechselt.

Als das virtuoseste Stück für Klavier Solo von RAVEL gilt das dreiteilige „Gaspard de la Nuit“ mit drei vertonten Gedichten („Ondine – Die Wassernixe Undine“, „Le Gibet – Der Galgen“ und „Scarbo – Ein listiger Kobold“). Neben dem Element des Phantastisch-Grotesken enthält es typisch impressionistische Elemente, düster und diffus, teils melancholisch. Es hat eine tröpfelnd, verträumt wunderliche Melodie, die mit überkreuzten Händen sehr schwierig zu spielen ist.

weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Freie Spende
Reservierungen unter: [email protected]


Vergangene Termine