Tanz · Theater

Simon Mayer - Sons of Sissy


Vier fesche Söhne trumpfen einerseits als flippiges Volksmusikquartett, zum anderen als verspielt experimentelle Ritualtanz-Combo auf. Dabei brechen sie so gnadenlos wie humorbegabt mit traditionellen männlichen Rollenbildern im österreichischen Brauchtum. Das Stück ist schnell zur Erfolgsgeschichte geworden. Jetzt präsentiert Choreograf Simon Mayer, einst Mitglied des Wiener Staatsopernballetts, sein Werk mit Audiodeskription für Sehbehinderte von Valerie Castan, Europas einziger Spezialistin dieses Fachs. Initiator ist das EU-Projekt The Humane Body – Ways of Seeing Dance von ImPulsTanz mit der AK Wien.

Vier "Burschen" - ein Viergesang. Zwei Geigen, eine Knopferlharmonika und ein Bass... Doch bald erhält die Brauchtumsidylle ihre ersten Risse…

Simon Mayers SunBengSitting begeisterte nicht nur bei tanz ist HOMELAND 2014, es feierte und feiert noch immer fulminanten Erfolg (vor kurzem bei ImpulsTanz Wien 2015) und ist inzwischen Kult. Auch in der Nachfolgeproduktion Sons of Sissy steht das österreichische Brauchtum im Mittelpunkt, Dirndl, Aperpeitschn und Juchatza inklusive.
Das Ensemble aus vier Performern und Musikern bedient sich auf experimentelle Weise traditioneller alpiner Livemusik, diverser Gruppentänze und ritualistischer Praktiken und versucht diese von Konservativismus und Konventionen zu befreien. Traditionelle (männliche) Rollenbilder werden radikal und humorvoll aufgebrochen, die Individualität des Einzelnen kritisch beleuchtet.

Idee, Choreografie, Performance, Musik: Simon Mayer
Choreografische Mitarbeit, Performance, Musik: Matteo Haitzmann, Patric Redl & Manuel Wagner Klangkörper & Spezialinstrumente: Hans Tschiritsch
Bühne & Kostüm: Andrea Simeon
Künstlerische Beratung: Frans Poelstra
Licht: Martin Walitza
Ton: Rene „Ringo“ Grömer
Produktion: Sophie Schmeiser & Elisabeth Hirner


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