Oper · Theater

Simon Boccanegra


Melodramma in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi / Libretto von Francesco Maria Piave.

Giuseppe Montanelli und Arrigo Boito nach dem Drama "Simón Bocanegra" (1843) von Antonio García Gutiérrez / Koproduktion mit der Opéra de Dijon und der Opéra de Rouen Haute-Normandie / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

1363 fiel der Genueser Doge Simone Boccanegra einem Giftanschlag zum Opfer. Basierend auf seiner Geschichte entspinnt sich in Giuseppe Verdis Oper ein Thriller, in dem sich Liebe, familiäre Gefühle, Loyalität und Feindschaft vor dem Hintergrund eines politischen Komplotts zu einer unentwirrbaren Intrige verquicken. Philipp Himmelmann kehrt mit dieser Inszenierung wieder ans Stadttheater Klagenfurt zurück, die musikalische Leitung übernimmt Chefdirigent Nicholas Carter. Der italienische Bariton Vittorio Vitelli singt die Titelpartie.
Nach dem Flop der Uraufführung in Venedig im Jahre 1857 arbeitete Verdi Simon Boccanegra über zwanzig Jahre später grundlegend um und führte das Werk 1881 an der Mailänder Scala zu einem Publikumserfolg. Zu diesem trug insbesondere das Werk des Librettisten Arrigo Boito bei, mit dem Verdi fortan eine intensive Zusammenarbeit verband – aus seiner Feder stammen auch die Texte für Verdis Alterswerke Otello und Falstaff. Simon Boccanegra gipfelt in einer grandios ausgemalten Versöhnungsutopie und übt auch heute noch eine unwiderstehliche Faszination aus.


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