Klassik

Simon Barrad, Bariton & Lyndsi Maus, Klavier


Zwei hochbegabte amerikanische Musikstudenten der Grazer Musikhochschule, Simon Barrad, Bariton, und Lyndsi Maus, Klavier, bieten ein sehr interessantes Programm, welches in dieser Kombination sonst wohl kaum zu hören ist: Schumannlieder und Lieder amerikanischer Komponisten des 20. und 21. Jh.

Eine Besonderheit sind die selten aufgeführten „Zwölf Lieder nach Justinus Kerner“, op.35 von Robert Schumann. Justinus Kerners (1786-1862) Dichtung spielte für Schumanns Werk eine bedeutende Rolle. Schon einige seiner frühesten Lieder aus den Jahren 1827/1828 basieren auf Texten von Justinus Kerner.

In seinem Tagebuch notierte Schumann: „Kerner‘s Gedichte, die mich durch jene geheimnisvolle, überirdische Kraft, die man oft in den Dichtungen Goethes und Jean Pauls findet, am meisten zogen, brachten mich auf den Gedanken, meine schwachen Kräfte zuerst zu versuchen, weil in diesen Gedichten schon jedes Wort ein Sphärenton ist, der erst durch Noten bestimmt werden muß.“ 1840 komponierte Schumann den Zyklus "Zwölf Gedichte von Justinus Kerner" für Singstimme und Klavier op. 35. Weitere Kerner-Gedichte verarbeitete Schumann in Romanzen op. 69/, 4 (1849), Duetten op. 78/2 (1849), 6 Romanzen für Frauenstimme op. 91/3 (1849), 5 Lieder und Gesänge op. 127/1 (1850/1851) und 4 Gesängen op. 142/1 (1852).
Nach der Pause geben die beiden Künstler Kostproben amerikanischer Liederkomponisten.

Schumanns Kerner-Lieder op. 35: Lust der Sturmnacht, Stirb, Lieb‘ und Freud‘, Wanderlied, Erstes Grün, Sehnsucht nach der Waldgegend, Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes, Wanderung, Stille Liebe, Frage, Stille Tränen. Wer machte Dich so krank, Alte Laute


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