Kunstausstellung

Siegfried Anzinger


Geboren 1953 in Weyer an der Enns, Oberösterreich. Er studierte von 1971 bis 1976 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Maximilian Melcher. 1982 Übersiedlung nach Köln, Teilnahme an der Documenta VII. 1985 Oskar Kokoschka Preis. 1988 Biennale Venedig, Österreichischer Pavillon. 1990 Preis der Stadt Wien für Malerei. Seit 1997 Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. 2003 Großer Österreichischer Staatspreis. 2006 Landeskulturpreis für bildende Kunst Oberösterreich. Seit 2008 Mitglied des Österreichischen Kunstsenats. Ab 2009 Professur für Malerei und Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf. Lebt und arbeitet in Köln und Wien.

„Im Gegensatz zu anderen Malern der Anfangsgeneration der ‚Jungen Wilden‘ fehlt bei Anzinger meist die zerstörerische Direktheit, mit der die damals jungen Künstler ihr Lebensgefühl manifestierten. Trotz kaum zu überbietendem vehementen Pinselduktus wirkt Anzingers Werk oft introvertiert, lyrisch, ja still. Die Ruhe ‚vor‘ oder ‚nach dem Sturm‘, der Moment der Besinnung und Einkehr, wird gezeigt. Das Innerste wird nach bester österreichischer Kokoschka-Schiele-Gerstl-Manier nach außen gekehrt. Viele Figuren erscheinen mit geschlossenen Augen, in gebeugter Haltung. Sie hocken, kriechen, robben auf allen Vieren durch den Kosmos – träumen in den Tag hinein.“

Elisabeth Nowak-Thaller (aus:“Von Heiligen, Cowboys und Indianern“ Ausstellungkatalog Lentos 2011)


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